Erfolgreiches Bauen zeigt sich nicht nur im abgeschlossenen Werk, sondern letztlich in dessen Nachhaltigkeit in Betriebsphasen und Lebenszyklen

Transformationen des Bauens

In der inzwischen legendären UN-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro wurde die Weltöffentlichkeit konfrontiert mit einem Programm globalen Wandels als Antwort auf den Climate Change. Tatsächlich erst jetzt, drei Jahrzehnte später, ist der Wille zur Nachhaltigkeit weltweit erkennbar. Politisch, in der Wirtschaft und sogar in der internationalen Finanzwelt. Darin eingebunden ist das Bauen. Allerdings mit Hindernissen in langjährig gefestigten Branchenmustern der Bau- und Immobilienwirtschaft. Gefragt sind durchgängige Prozessketten nachhaltiger Wertschöpfung – digitalisiert im BIM-Paradigma.

Bauen beginnt mit gedanklicher Vorwegnahme und endet – wie alles Herstellen – nach plangestützter Verwirklichung. Anders als typische Erzeugnisse in Handwerk und Industrie haben Bauwerke zugleich extreme räumliche Ausmaße und lange Lebensdauern. Das hat seit den Anfängen der Baugeschichte entsprechende Folgen: Hoher stofflicher Ressourcenverbrauch, verbunden mit irreversibel schädlichen Natureingriffen. Hinzu kommt mit zunehmender Technisierung  ein energieabhängiger Gebäudebetrieb, der zu einer Hauptursache des Klimawandels wurde.

Kritik des Werk-Erfolgs

Gegenwärtig, in  kritischer...

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