Reinigungsausschreibungen richtig konzeptionieren und vorbereiten

Sauberes Konzept!

Die Beschaffung von Reinigungsdienstleistungen bewegt sich in einem stark umkämpften Marktumfeld. Seit dem Wegfall des Meisterzwanges im Jahr 2004 wurden viele kleinere und mittelständische Unternehmen neu gegründet, sodass der Wettbewerb bei Reinigungsausschreibungen stark angestiegen ist. Umso wichtiger ist es, dass öffentliche Auftrag­geber vor Veröffentlichung der Bekanntmachung die Ausschreibung richtig konzeptionieren und vorbereiten, damit eine geordnete und dem geltenden Vergaberecht entsprechende Ausschreibung durchgeführt werden kann.

Die Grundsätze des Vergaberechts wie das Wettbewerbsprinzip, Transparenzgebot, Diskriminierungsverbot, Gleichbehandlungsgebot und der Schutz mittelständischer Interessen sind bei jeder Ausschreibung zu beachten.

Zunächst hat sich der öffentliche
Auftraggeber die Frage zu stellen, in welchen Anwendungsbereich der Vergabe- und Vertragsordnungen Reinigungsausschreibungen einzuordnen sind. Die Vergabe von Reinigungsdienstleistungen ist als Dienstleistung grundsätzlich in den Anwendungsbereich der VOL/A einzuordnen. Der Auftraggeber hat im Vorfeld der Vergabe zudem den Auftragswert ordnungsgemäß zu...

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