Berliner Energieagentur: Energiemanagementsystem nach ISO 50001

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) hat erstmals ein eigenes Energiemanagementsystem (EnMS) nach dem internationalen Standard ISO 50001 eingeführt und erfolgreich zertifizieren lassen. Damit setzt das Unternehmen nicht nur die Vorgaben des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) um, sondern bekräftigt auch seinen Anspruch, die eigene Energieeffizienz fortlaufend zu steigern und die Umwelt nachhaltig zu entlasten.

Als Energiedienstleistungsunternehmen plant, finanziert, realisiert und betreibt die BEA effiziente und umweltschonende Energieanlagen. Darüber hinaus begleitet sie seit vielen Jahren Unternehmen, Institutionen und die öffentliche Verwaltung dabei, Energiemanagementsysteme (EnMS) nach ISO 50001 aufzubauen und erfolgreich zu betreiben. So vertrauen etwa das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR) auf die Expertise der BEA. Aus dieser breiten Erfahrung heraus hat sie nun ihr eigenes, zertifiziertes EnMS aufgebaut und implementiert.

„Energieeinsparungen und die Verringerung von CO2-Emissionen gehören seit jeher zu unseren Kernanliegen“, sagt Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur (BEA). „Daher haben wir in der BEA ein Energiemanagementsystem eingeführt. Wir stellen damit die hohe Energieeffizienz unserer Anlagen systematisch sicher und identifizieren fortlaufend neue Einsparpotenziale. Auch hierbei lassen wir unsere praktischen Erfahrungen direkt in die Beratung unserer Kundinnen und Kunden einfließen. So stärken wir die Qualität unserer Dienstleistungen und leisten einen aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.“

Zum Energieverbrauch der BEA als Energiedienstleisterin zählen unter anderem Wirkungsgradverluste der Anlagen und Trassenverluste im Wärmeliefercontracting. Das EnMS ist ein hilfreiches Instrument, um die kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz zu systematisieren. Zugleich setzt die BEA §8 EnEfG um, der Unternehmen mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh zur Einführung eines EnMS verpflichtet.

Strukturiertes Vorgehen nach ISO 50001

Für die Implementierung des EnMS wurden gemäß ISO 50001 zunächst interne und externe Einflussfaktoren sowie interessierte Parteien identifiziert und daraufhin die strukturellen und organisatorischen Grundlagen geschaffen. Auf dieser Basis hat die BEA ein spezialisiertes Energieteam etabliert und eine klare Energiepolitik verankert.

Aus der detaillierten Auswertung ihres Energieeinsatzes konnte die BEA konkrete Energieziele ableiten und optimierte Abläufe gestalten, die ihre energiebezogene Leistung kontinuierlich verbessern. Parallel wurden nach den Kriterien der ISO 50001 alle notwendigen Dokumente aufgebaut, interne und externe Kommunikationsprozesse etabliert, Mitarbeitende geschult und ein strukturiertes internes Auditprogramm aufgesetzt.

Mit dem nun zertifizierten System strukturiert die BEA ihr Streben nach dauerhaften und messbaren Steigerungen ihrer Energieeffizienz. Zu den nächsten Schritten gehören die regelmäßige Überwachung und Bewertung der energiebezogenen Leistung, fortlaufende interne Audits, die konsequente Umsetzung identifizierter Effizienzmaßnahmen sowie die jährliche Managementbewertung.

Die BEA wird fortan das Energiemanagementsystem als lebendigen Prozess auffassen und kontinuierlich weiterentwickeln. Dabei sollen die Erfahrungen aus dem eigenen Betrieb künftig noch stärker auch in Beratungsprojekte der BEA einfließen.

Das ISO-50001-Zertifikat ist bis September 2028 gültig. Innerhalb dieses Zeitraums finden jährliche Überwachungsaudits statt. Im Anschluss ist eine Re-Zertifizierung notwendig.

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