Siemens und iHaus: Energietransparenz im Smart Building

Mehrwerte schöpfen aus der ganzheitlichen Betrachtung des Energieverbrauchs eines Gebäudes, so lautet das Ziel der neuen, strategischen Partnerschaft zwischen der Geschäftseinheit Electrical Products innerhalb von Siemens Smart Infrastructure und des Plattformbetreibers iHaus AG. Die Basis bildet die Integration der Siemens 'Sentron' Schutzschaltgeräte in die interoperable IoT-Plattform von iHaus. Damit lassen sich sämtliche Energiedaten im Smart Building ganzheitlich erfassen und visualisieren. Die Analyse und Kopplung mit anderen Gewerken ermöglichen datenbasierte Handlungsempfehlungen und somit eine Optimierung des Energieverbrauchs, die Vorbeugung von Störfällen und gewerkübergreifende Automatisierungen in einem Smart Building. Neben Kosteneinsparung ist auch CO2-Reduktion ein Ziel und leistet einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Gebäudesektor.

  Zum Auftakt der Kooperation Ende Januar 2022 trafen sich Harald Mauch, Head of Electrical Products, Siemens Deutschland und Robert Klug, CEO der iHaus AG, in der Firmenzentrale der iHaus AG in Unterföhring bei München. Im Fokus steht die Integration des Siemens Sentron Systems in die iHaus Smart Building Plattform
Bildquelle: iHaus AG

Zum Auftakt der Kooperation Ende Januar 2022 trafen sich Harald Mauch, Head of Electrical Products, Siemens Deutschland und Robert Klug, CEO der iHaus AG, in der Firmenzentrale der iHaus AG in Unterföhring bei München. Im Fokus steht die Integration des Siemens Sentron Systems in die iHaus Smart Building Plattform
Bildquelle: iHaus AG

Der Geschäftsbereich Siemens Smart Infrastructure treibt digitale Innovationen in Energiesystemen, Gebäuden und Industrien voran. Lebens- und Arbeitsräume müssen funktionaler, effizienter und nachhaltiger werden. Smart Buildings erfordern smarte Energie, die sicher, verfügbar und transparent ist. Harald Mauch, Leiter des Geschäftsbereichs Electrical Products in Deutschland: „Die Geschäftseinheit Electrical Products entwickelt intelligente Lösungen für Niederspannungs-Stromverteilungen und Elektroinstallationstechnik wie die mess- und kommunikationsfähigen Schutzschaltgeräte 'Sentron'. Diese erhöhen das Sicherheitsniveau von Anlagen, minimieren Versorgungsunterbrechungen und helfen mit Datentransparenz dabei, den Energieverbrauch zu optimieren.“

 

Optimale Energieversorgung und -effizienz durch gewerkübergreifende Konnektivität

Im Zusammenspiel mit der iHaus Smart Building Plattform entsteht eine gemeinsame und ganzheitliche digitale Infrastruktur, und das in jeder Art von Gebäude. Die Schutzschaltgeräte bilden zusammen mit dem iHaus Pro Server und dem iHaus Dashboard ein interoperables Ökosystem, in dem die Energieverteilung zu jedem möglichen Endverbraucher im Gebäude transparent aufgezeigt wird. Das bedeutet, alle analog stromversorgten Geräte, wie Klimageräte oder Server in Bürogebäuden, medizintechnische Geräte in Krankenhäusern, Gefriersysteme in der Gastronomie oder Elektro- und Hausgeräte im Privatbereich können visualisiert sowie deren Verbrauch überwacht und optimiert werden.

Optimales Energiemanagement verknüpft mit Gebäudesteuerung im Smart Building: Übersichtlich und benutzerfreundlich visualisiert das neue Interface der iHaus Smart Building App energierelevante Raumparameter im Gebäude wie Stromverbrauch, Temperatur, Licht, Raumbelegung und mehr
Bildquelle: iHaus AG

Optimales Energiemanagement verknüpft mit Gebäudesteuerung im Smart Building: Übersichtlich und benutzerfreundlich visualisiert das neue Interface der iHaus Smart Building App energierelevante Raumparameter im Gebäude wie Stromverbrauch, Temperatur, Licht, Raumbelegung und mehr
Bildquelle: iHaus AG

Darüber hinaus ermöglicht die Integration in die iHaus IoT Plattform für Smart Buildings eine gewerkübergreifende Vernetzung von Energiedaten, die mit 'Sentron' Geräten über Modbus TCP erfasst werden, mit anderen Gebäudestandards wie DALI Lichtlösungen oder KNX Systemen. Dadurch wird Steuerung und Automatisierung auf Basis von mit 'Sentron' erfassten Daten möglich.

 

Somit verfügt ein mit Siemens 'Sentron' und dem iHaus System ausgestattetes Smart Building über wesentliche Vorteile gegenüber analogen Gebäuden und Anlagen:

- Mit verbessertem Energiemonitoring Kosten und Energie einsparen
Die erfassten Energieverbräuche werden um weitere Gebäudedaten der iHaus Plattform angereichert und noch transparenter aufgeschlüsselt. Der Gebäudebetreiber kann so aus der Verbindung von Verbräuchen und anderen Gewerken Einsparpotenziale erkennen und Optimierungsmaßnahmen ableiten. Das bietet die beste Voraussetzung für ein effizientes Energiemanagement und ist ein wichtiger Schritt zu mehr Nachhaltigkeit im Gebäudesektor.

- Anomalien erkennen und Schlussfolgerungen ziehen
Auffällige oder untypische Vorgänge am Energieverbraucher lassen sich mit 'Sentron' und der iHaus Plattform feststellen und daraus weitere, intelligente Schlussfolgerungen ableiten. So sieht der Gebäudenutzer etwa anhand der Verbräuche in Verbindung mit beispielsweise Präsenzmeldern, dass trotz Abwesenheit ein hoher Verbrauch im Gebäude verzeichnet wird. Dem kann er nachgehen und auf Störfälle oder Anomalien untersuchen. Das System warnt, wenn Verbräuche (Jalousien, Aufzüge oder Klimaanlagen) von Normdaten abweichen. Geräte können so viel genauer zum optimalen Zeitpunkt gewartet oder getauscht werden.

- Sichere und zuverlässige Energieversorgung mit Echtzeitinformation
Alle im Gebäude erfassten Energiedaten werden zentral über das iHaus Dashboard visualisiert. Sie machen den Energiefluss im Gebäude nicht nur transparent, sondern sichern diesen auch. Denn beim Erreichen oder Überschreiten von Energiespitzen werden Benachrichtigungen in Echtzeit gesendet. Dadurch lässt sich mehr Sicherheit erzielen, und direkt bei Störungen eingreifen, was vor allem für Predictive Maintenance und Anlagensicherheit eine wichtige Rolle spielt. Denn auch präventiver Schutz vor Gefahren wie elektrischem Schlag oder Bränden wird durch die Überwachung kritischer Stromkreise (Serverraum im Bürogebäude) einfacher und zuverlässiger. Überlast oder Kurzschluss und damit Ausfall von Anlagen werden rechtzeitig verhindert.

 

In Zukunft findet das gebündelte Technologie-Know-how von Siemens Smart Infrastructure und iHaus ein breites Einsatzgebiet in Infrastrukturprojekten, Gebäuden bis hin zu Industrieanlagen.

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