Warum das Datenfundament zum eigentlichen Asset wird

Vom Betrieb in die Bilanz

Ob CAFM, ESG-Reporting oder Künstliche Intelligenz – ohne verlässliche Daten bleibt die digitale Transformation Stückwerk. In dieser Analyse verdichtet Prof. Dr. Christian Schlicht zwei aktuelle Fachbeiträge einen aus
der Investoren-, einen aus der Betreiberperspektive sowie das Whitepaper GEFMA 929 zur Künstlichen Intelligenz im Immobilien- und Facility ­Management. Sein Fazit: Das eigentliche Asset der Zukunft ist nicht allein
das Gebäude, sondern eine strukturierte Datenbasis, die Betrieb, Nachhaltigkeit und Immobilienbewertung miteinander verbindet.

Es ist der Moment nach dem Kauf, in dem die Ernüchterung beginnt: Der Käufer erhält Pläne, Statik und Wartungshistorie. Doch was fehlt sind Daten, mit denen sich ein Gebäude betreiben lässt. So lässt sich der Ausgangspunkt eines aktuellen Forschungsprojekts zweier Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum zusammenfassen, das ein gemeinsames Betreiber-Datenmodell entwickelt. Nahezu zeitgleich skizziert ein Branchenexperte in einer Fachzeitschrift zehn Thesen zur Digitalisierung des Facility Managements. Beide Beiträge kommen zur selben Diagnose: Die Technik ist vorhanden, doch an einer...

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