HPP Architekten

Microsoft’s neue Deutschlandzentrale

Um seinen Mitarbeitern beste Arbeitsbedingungen bieten zu können, begab sich das Microsoft 2012 auf die Suche nach einem neuen Standort. Neben dem Makler-Unternehmen Colliers wurden HPP Architekten für den Auswahlprozess beauftragt, gemeinsam empfahlen sie die Projektentwicklung der Argenta in München. Während den Verhandlungen des Mietvertrages hat HPP Microsoft aktiv unterstützt und zielführend die planerischen Aspekte begleitet. Darüber hinaus wurde HPP mit der Planung der Arbeitswelten und der Innenarchitektur der Mietfläche beauftragt.

Bei der Projektentwicklung handelt es sich um ein 2016 fertiggestelltes Verwaltungsgebäude, von dem Microsoft derzeit rund 90 % nutzt – langfristiges Ziel ist die Anmietung aller Flächen. Auf bis zu sechs Obergeschossen befinden sich 1200 Arbeitsplätze, die im Desk-Sharing von rund 1900 Mitarbeitern genutzt werden.

„Wie von Microsoft gewünscht haben wir Flexibilität als planerisches Prinzip umgesetzt. Entstanden ist ein Arbeitsplatz der Zukunft, der eine selbstbestimmte Gestaltung des Arbeitsalltags vorsieht und die Bedürfnisse und Anforderungen der Mitarbeiter berücksichtigt“, erklärt Reiner Schulz, Projektleiter bei HPP Architekten. Die Bürowelten unterteilen sich in die vier Arbeitsbereiche accomplish, share & discuss, con­verse und think. Mitarbeiter, die sich klassisch eigenen Aufgaben widmen möchten, finden in dem mit Schreibtischen ausgestatteten accomplish-Bereich die passende Arbeitswelt. Wer hingegen den kreativen Austausch mit seinen Kollegen sucht, kann die dynamische Arbeits-umgebung von share & discuss nutzen. In dem converse-Bereich wird Mitarbeitern Fläche für kollaboratives Arbeiten und eine Vielfalt an Arbeitsmöglichkeiten geboten, um abstimmungsintensive Projekte zu erleichtern. Rückzug für hochkonzentriertes Arbeiten bietet zuletzt der think-Bereich mit seinen Cubes und Lounges. Neben den Arbeitsbereichen sind innerhalb der Büroetagen zahlreiche Räume für formelle und informelle Besprechungen angeordnet. Insgesamt 70 Konferenzräume verschiedener Größen sowie 136 Focus Rooms für jeweils vier Mitarbeiter erlauben unterschiedliche Arbeitsformen. Außerdem stehen rund 100 Phone Rooms für ungestörte Telefonate zur Verfügung.

Aufgrund der unterschiedlichen Möblierungskonzepte gibt es in dem Gebäude grundsätzlich keine zugewiesenen Arbeitsplätze, sondern nur sogenannte Anchor Areas für die jeweiligen Abteilungen. Für informelle Gespräche und kleine Pausen sind auf allen Etagen mehrere Hubs in Form von Teeküchen mit Küchenzeile sowie unterschiedlichen Sitzgelegenheiten angeordnet.

Innerhalb der zentralen viergeschossigen Eingangshalle bietet die Cafeteria Digital Eatery – neben den eigenen Mitarbeitern – auch Besuchern und Gästen einen Mix aus Café und Showroom. Wer mehr als einen Snack zu sich nehmen möchte, findet schnell den Weg in die Kantine mit 400 Plätzen. Die Ausgabebereiche sind als Marktplatz konzipiert, weshalb die drei Counter locker und farblich akzentuiert zwischen den Sitzbereichen angeordnet sind. Ebenfalls im Erdgeschoss befinden sich anmietbare Konferenzräume mit modernster Medientechnik, ein großer Saal für 150 Personen und vier Multi-Purpose-Räume in denen insgesamt rund 700 Personen Platz finden.

Um die neue Arbeitsweise von Micro­soft Deutschland zu beschreiben, hat das Unternehmen den Claim „#Worklifeflow statt Work-Life-Balance“ entwickelt. Unter Berücksichtigung dieses Leitgedankens entwickelte HPP den „Arbeitsplatz der Zukunft“, der durch Auflösung räumlicher Grenzen eine selbstbestimmte Arbeitsweise ermöglicht sowie Teamgeist und individuelle Talente fördert.

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