Lassen Sie sich glücklich putzen!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor allem Reinigungskräfte dürften jetzt schmunzeln, denn Putzen macht glücklich. Ja, Sie lesen richtig. Aber nur, wenn es jemand anders für einen erledigt. Das haben Forscher herausgefunden.

Zugegeben: Die Studie der University of British Columbia im kanadischen Vancouver bezieht sich mehr auf den ­privaten Bereich. Danach betrachten sich Menschen, die andere etwa für das Putzen ihrer Wohnung bezahlen und sich damit sozusagen „Zeit kaufen“, als zufriedener.

Unweigerlich muss ich dabei an einen Kommentar von Arnulf Piepenbrock in unserem Fachmagazin denken (http://www.facility-management.de/artikel/fm_Das_wollen_Arbeitnehmer_wirklich_2849233.html). Der Geschäftsführende Gesellschafter der gleichnamigen Osnabrücker Firma, die Branchenprimus bei der Reinigung von Gebäuden ist, äußert sich darin zu einer Studie der Catella Unternehmensgruppe. Titel: „Was Arbeitnehmer wirklich wollen …“.

So führt die Untersuchung Kriterien auf, die für einen optimalen Arbeitsplatz am häufigsten genannt wurden. An erster Stelle und mit „sehr bedeutend“ bewertet – die Sauberkeit. Für Piepenbrock eine Steilvorlage: „Offenbar zählt Sauberkeit trotz aller modernen Entwicklungen weiterhin zu den Kernbedürfnissen der Arbeitnehmer – und das generationenübergreifend“. Also gute Zeiten für Reinigungskräfte.

Ob Arnulf Piepenbrock tat­sächlich glücklicher ist, wenn ein neuer (Putz-)Auftrag hereinkommt, ist allerdings nicht bekannt. Es ist aber zu vermuten.

Einer anderen Branche ist indes nicht zum Lachen zumute. „Nach Rekord­umsätzen zurück zur Normalität: Sicherheitsdienstleister erwarten Ende des Booms“, titelten wir erst kürzlich in der FACILITY MANAGEMENT (http://www.facility-management.de/artikel/fm_Die_fetten_Jahre_sind_vorbei_3039857.html)

Dass die Bäume für die Branche nicht mehr in den Himmel wachsen, unterstreicht jetzt auch der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW). So ist der Umsatz bei den privaten Sicherheitsdiensten im ersten Halbjahr 2017, im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr, um 6,5 % zurückgegangen, zudem sank die Zahl der Beschäftigten spürbar.

Grund ist vor allem die Zahl der Asyl­suchenden. Sie ist zuletzt stark zurückgegangen. Viele Erstaufnahmeeinrichtungen, die bewacht werden mussten, stehen inzwischen leer. Für BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok „scheint damit der Flüchtlings­hype zu Ende zu gehen“. Einen derartigen starken Rückgang bei den Umsätzen binnen eines Jahres habe es jedenfalls noch nicht gegeben, betont er.

Es sei zu befürchten, so Olschok weiter, dass der Wettbewerb unter den privaten Sicherheitsdiensten massiv zunehmen werde. Die starke Nachfrage beim Schutz von Flüchtlingsunterkünften habe nämlich zu Überkapazitäten geführt. Zahl­­reiche Unternehmen seien neu auf den Markt gekommen, viele kleine Firmen hätten ihre Kapazitäten deutlich ausweiten können. Insgesamt gäbe es fast 7.000 private Sicherheitsdienste auf dem Markt. Das seien rund 5.000 zu viel.

Keine guten Zeiten also für das Geschäft mit der Sicherheit. Bleibt zu hoffen, dass sich das schnell wieder ändert.

Ihr

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