Neue Technologien und digitaler Wandel

Expo Real 2018

Vielfältig und innovativ: Das will die Expo Real sein und den Besuchern vom 8. bis 10. Oktober die gesamte Vielfalt der Immobilienwirtschaft an einem Ort bieten. Im Fokus stehen besonders Handels-, Hotel- und Logistikimmobilien sowie der neue Themenbereich der Messe: Innovation. „Informieren Sie sich über den gesamten Lebenszyklus von Immobilien“, heißt es bei der Messegesellschaft – dann also nichts wie hin nach München.

Neue Technologien und digitaler Wandel: Das Innovationstempo ­in der Immobilienbranche beschleunigt sich rasant, verändert den Markt und stellt alle Akteure vor neue Herausfor-derungen. Vor diesem Hintergrund präsentiert die Expo Real aktuelle Trends und Lösungen – vor allem im Real Es-tate Innovation Forum, der interaktiven und informativen Plattform rund um die die Digitalisierung in der Immobilienbranche. Dabei betrifft die Digitalisierung alle Bereiche: vom Asset, Property, Facility und Construction Management über Investment und Finanzierung bis hin zu Home Services Technologien. Dieser Wandel bietet attraktive Chancen, aber er erfordert auch zielführende technologische Lösungen. Hier eröffnet der Markt kreativen Technologie-Startups ebenso wie etablierten Real-Estate-Unternehmen weitreichende Möglichkeiten: Das Zusammenwirken dieser Partner fördert Synergieeffekte und ­attraktive Geschäftsperspektiven – alle Beteiligten können so von einer Win-win-Situation profitieren.

Real Estate Innovation Forum

Die Expo Real greift den Diskussions- und Informationsbedarf rund um den digitalen Wandel mit dem Real Estate Innovation Forum in der Halle A1 auf und stellt auf verschiedenen Flächen neue und innovative Lösungsansätze und Trends vor. Darüber hinaus informieren namhafte internationale Experten im Innovation Forum, dem eigenen Konferenzbereich, in Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen Themen und geben konkrete Handlungsempfehlungen. Verpassen sollten die Besucher keinesfalls die 25 ausgewählten Technologie-Startups, die sich als Top 25 in der ersten Runde des Real Estate Innovation Contests durchsetzen konnten. Bei den fünf „Startup-Battlefields“ auf der Bühne kämpfen sie mit spannenden Live-Präsentationen um den ersten Platz in ihrem Themenbereich.

Real Estate Innovation Contest

Der Real Estate Innovation Contest hat zum Ziel junge und innovative Technologieunternehmen, welche mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Prozesse und Abläufe der Immobilienwirtschaft nachhaltig verändern wollen, zu identifizieren, zu unterstützen sowie mit den etablierten Playern der Branche zusammenzubringen. Die Top 25 Startups, die sich im April 2018 im Pre-Pitch des international ausgerichteten Wettbewerbs durchsetzen konnten, kommen aus den Themenbereichen „Invest“, „Market“, „Plan & Build“, „Manage & Operate“ sowie „Smart-City & Work“.

Neben vielen internationalen Unternehmen präsentieren sich auch zahlreiche Technologie-Anbieter in München. Klaus Dittrich, Vorsitzenden der Geschäftsführung Messe München, zu den diesjährigen Messehighlights:

Für die Immobilienbranche zeichnen sich trotz anhaltend starker Konjunktur dunkle Wolken am Horizont ab. Wirkt sich das auch auf die Expo Real aus?

Dittrich: Nach Jahren eines kontinuierlichen Aufschwungs wird die Frage drängender, wie lange der Boom noch anhält. Zunehmende weltpolitische Unsicherheiten, der Handelsstreit mit den USA, eine hohe internationale Verschuldungnach einer Dekade des billigen Geldes – das alles droht, die Wirtschaft negativ zu beeinflussen. Doch trotz der Wolken am Horizont geht es der Immobilienwirtschaft weiterhin gut – und das spiegelt die Beteiligung an der Expo Real wider: Wir können eine hohe Ausstellernachfrage auf dem Niveau des Rekordjahres2017 verbuchen, wobei vor allem auch das internationale Interesse deutlichzugenommen hat. Wie wichtig die Expo Real für die Branche ist, zeigt sich auch daran, dass sieben der 25 weltweit größten Asset-Manager als Aussteller bei uns vertreten sind. Wir freuen uns auch, viele Städte und Regionen aus ganz Europa gewonnen zu haben, darunter ‚Newcomer’ wie Murcia aus Spanien oder ‚Rückkehrer‘ wie die Stadt Prag und Serbien.

Das Real Estate Innovation Forum (REIN) geht in die zweite Runde.Welche Entwicklung gibt es hier?

Dittrich: Die Premiere des Real Estate Innovation Forum 2017 kam bei Start-ups wie etablierten Unternehmen äußerst gut an. Daher haben wir in diesem Jahr das Forum vergrößert, so dass sich noch mehr Proptech-Unternehmen präsentieren können, nämlich noch weitere 30 über die 25 in einem Contest ermittelten Top-Startups hinaus. Besonders freut uns, dass unabhängig vom Real Estate Innovation Forum, aber im nahen Umfeld, zwei weitere renommierte Tech-Unternehmen autark auftreten: 21st Real Estate und Brickblock.

Welche Top-Speaker nehmen dieses Jahr am Konferenzprogramm teil?

Ein Highlight ist für mich Chris Boos, Geschäftsführer und Gründer von Arago, einer der wenigen deutschen Pioniere der Künstlichen Intelligenz. Er wird im Real Estate Innovation Forum darüber sprechen, wie KI dem Men-schen Freiraum für Kreativität und damit für Innovationen schenken kann. Kontrovers wird es sicherlich beim Thema Baupolitik zugehen: Hier erwarten wir auf dem Podium den Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer, den Präsident des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips sowie Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobi-lienausschuss. Ebenfalls interessant: die grundlegende Markteinschätzung von Dr. Marcel Fratzscher, Wirtschaftsweiser und Chef des Deutschen Insti-tuts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Das Kongressprogramm

Die Digitalisierung verändert alle Lebensbereiche. PropTechs, FinTechs und andere -Techs sind nur ein Aspekt. Neue Technologien ermöglichen eine Vielfalt von Informationen sowie den schnellen Zugang dazu. Jederzeit und überall. Die Anwendung führt zu nie gekannten Möglichkeiten – und Folgen.

Viele sprechen von Disruptionen, andere von Innovationen. Manche warnen vor blinder Technikgläubigkeit und verweisen auf den Menschen als entscheidendes Kriterium, anderen kann es gar nicht ‚smart‘ genug zugehen. Was bedeutet das für die Zukunft der Immobilienwirtschaft? Stehen alle bisherigen Erfahrungen in Frage?

Die Immobilienwirtschaft ist durch das Thema Digitalisierung mindestens dreifach betroffen: Geschäftsstrategien verändern sich, neue Arbeitsmöglichkeiten erfordern andere Immobilien und Standortkriterien verändern sich auch. Welche Prozesse finden statt und welche Konsequenzen folgen? Wie wird Digitalität implementiert?

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