fm.benchmarking Bericht 2019 erschienen

Die Nutzungskosten werden tendenziell günstiger

Prof. Rotermund hat Mitte Februar den neuesten fm.benchmarking Bericht vorgelegt. Der Bericht bildet die wichtigsten Immobilienkennzahlen rund um den Betrieb von Gebäuden ab. Im Mittelpunkt der komplett aktualisierten Ausgabe steht das Thema Instandhaltung.

„Der fm.benchmarking Bericht ist für viele Verantwortliche im Facility Management eine wichtige Orientierungshilfe“, so Prof. Rotermund, Herausgeber des seit 2003 erscheinenden Vergleichswerks. ­Auf 240 Seiten werden die Nutzungs- und Lebenszykluskosten zu zwölf verschiedenen Gebäudetypen dokumentiert. Grundlage der Ausarbeitung waren Kosten- und Verbrauchskennzahlen von Gebäuden mit einer Gesamtfläche von über 95 Mio. m² BGF.

Neben dem umfangreichen Kennzahlenvergleich werden dem Fachpublikum auch vertiefende Informationen wie beispielsweise der Weg zur Optimierung oder der Umgang mit Lebenszykluskosten an die Hand gegeben und erläutert. Besonderen Platz widmet man dem diesjährigen Schwerpunktthema Instandhaltung. Hier wurde beispielsweise untersucht, welche Instandhaltungsstrategie Unternehmen ver­folgen. Daneben finden sich Betrachtungen zu den Themen Planung und Management, Vergabe, Instandhaltungsstau und der Instandhaltungsrate.

 

Nutzungskosten gesunken

Wir haben einen genaueren Blick in den Bericht geworfen und betrachten exemplarisch die Gebäudekategorie Büroimmobilien. Die Rationalisierungen der letzten Jahre zeigen hier ihre Auswirkungen. Trotz Preissteigerung sind die Nutzungs- und Betriebskosten tendenziell in allen Kategorien gesunken.
In diesem Zusammenhang erstaunt die Entwicklung der Führungskennzahlen: Während die Nutzungskosten pro Quadratmeter mit aktuell 52,40 € im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich günstigeren Wert aufweist, steigen die Nutzungskosten pro Arbeitsplatz. Dies hängt sichtlich mit der Fläche pro Arbeitsplatz zusammen, die in den letzten Jahren ebenfalls kontinuierlich gesunken ist und aktuell rund 50m² BGF pro Arbeitsplatz ausmacht.

Eine konkrete Entwicklung zeigt der Mehrjahresvergleich für die Kosten der Unterhaltsreinigung. Auch hier führt sich die oben beschriebene Tendenz fort und die Kosten sind nach einem kontinuierlichen Anstieg in den vergangenen Jahren in diesem Jahr deutlich gesunken. Im Mittel liegen sie dabei sogar unter den Kosten von 2015.

Wenig verwunderlich ist der Vergleich der Unterhaltsreinigungskosten je Gebäudetyp. Mit rund 16 €/m² BGF ist die Reinigung von Krankenhäusern und Kliniken am höchsten. An zweiter Stelle kommen die Bürogebäude, dicht gefolgt von Unterrichtsgebäuden. Das Schlusslicht bilden Handels- und Logistikunternehmen, wobei die Kostenart für Wohnimmobilien sowie Bäder in dieser Form nicht ausgewertet wurde. Die Kosten für die übergeordneten Reinigungs- und Pflegedienste von Bädern sind entsprechend der Hygieneanforderungen ebenfalls relativ hoch und zwischen Krankenhäusern und Büro­immobilien einzuordnen.

 

Digitalisierung macht sich bemerkbar

Im Bereich des infrastrukturellen Gebäudemanagements interessieren viele Leser vorwiegend die kostenstarken Leistungen wie Reinigung, Verpflegung oder Sicherheitsdienste. An einer oft weniger beachteten Stelle lässt sich jedoch eine interessante Beobachtung machen. So scheint sich die Digitalisierung und damit einhergehend ein verändertes Nutzerverhalten in den Büros in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Zahlen bemerkbar zu machen. Während die Kosten für Interne Postdienste (4,23 €/m² BGF) leicht gesunken sind, stiegen die Kosten für Datenverarbeitungsdienste (1,89 €/m² BGF) an.

Über das fm.benchmarking

Mit dem fm.benchmarking erhebt die Prof. Uwe Rotermund Ingenieurgesellschaft mbH & Co KG (rotermund.ingenieure) kontinuierlich Immobiliennutzungskosten und verwaltet dadurch die größte branchenübergreifende Datenbank für Nutzungskosten auf Vollkostenbasis in Deutschland. Im fm.benchmarking Bericht 2019 wurden Gebäude mit einer gesamten Bruttogrundfläche von über 95 Mio. m² ausgewertet. Das fm.benchmarking findet unter der Leitung von Prof. Uwe Rotermund als verbandsoffenes Projekt in Kooperation mit der DGNB GmbH, GEFMA e.V. sowie der RealFM e.V. statt. Herausgeber der Publikationen sind rotermund.ingenieure. Die Initiative wird als kostenneutrales Projekt erst durch das Engagement mehrerer namhafter Sponsoren ermöglicht.

Weitere Informationen

Unter dem Titel „Die 10 wichtigsten Kennzahlen im Facility Management“ stellt das Team der rotermund.ingenieure in einer neuen, kostenlosen Webinarreihe der Öffentlichkeit erste Ergebnisse vor. In verschiedenen Terminen widmen sie sich dabei schwerpunktmäßig den Gebäudetypen Bürogebäude, Handelsimmobilien, Industriegebäude sowie Krankenhäuser und Kliniken. Weitere Informationen finden Sie unter www.fm-benchmarking.de.

Der fm.benchmarking Bericht 2019 ist für 420 € über rotermund.ingenieure, die ­Kooperationspartner sowie den Buchhandel erhältlich. Mitglieder der kooperierenden Verbände DGNB, GEFMA und RealFM erhalten den Bericht zu vergünstigten Konditionen. Eine Leseprobe kann kostenfrei unter ­
www.fm-benchmarking.de/bestellung-leseprobe-bericht/ angefordert werden.

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