Wirtschaftliches Waschraumkonzept in der Volkswagen-Arena in Wolfsburg

Dem Fan-Ansturm gewachsen!

30.000 Fans in 15 Minuten: Diesen Ansturm müssen die Waschräume in der Wolfsburger Volkswagen-Arena in beinahe jeder Halbzeitpause bewältigen, wenn der VfL Wolfsburg ein Heimspiel bestreitet. Eine He­rausforderung für die Mitarbeiter im Facility Service und das genutzte Hygienesystem. Im Frühjahr dieses Jahres wurden alle 56 Toilettenan­lagen des Fanbereichs auf ein neues Waschraumkonzept der Firma Tork umgestellt. Eine Entscheidung, die alle Beteiligten zum Sieger macht.

Im Dezember 2002 wurde die Volkswagen-Arena eröffnet und sie ist seitdem nicht nur Heimat der „Wölfe“, sondern bietet auch den Rahmen für Open-Air-Konzerte und unterschiedlichste Ver­anstaltungen: Wie etwa die Konzer­te von Elton John, Anastacia und Herbert Grönemeyer, die zusammen mehr als 100.000 Besucher in die Arena lockten. Um bei jeder Veranstaltung hohen Standard bieten zu können, arbeitet das Management mit Partnern zusammen, die es darin unterstützen, das Heimatstadion des Deutschen Meisters 2009 auf Rekordniveau zu halten. Eine Mannschaft ist nur so gut wie ihre Spieler – dieses Motto gilt nicht nur im Fußball.↓

Stadionreinigung aus einer Hand

Einer der Partner ist die Klüh Service Management GmbH. Der Multidienstleister mit weltweit 43.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 620 Mio. € gewann 2009 den Auftrag für die komplette Stadionreinigung. Die Sparte Klüh Cleaning betreut seit nunmehr einem Jahr die Volkswagen-Arena und sorgt dafür, dass an den rund 20 Fußballspieltagen des VfL Wolfsburg der gesamte Bereich Reinigung optimal funktioniert, vom Wellnessbereich der Spieler über die VIP-Zone bis hin zu den Besucherrängen. „An Spieltagen sind wir mit ­sieben Mitarbeitern vertreten, die wir bedarfsorientiert dort einsetzen, wo sie gebraucht werden“, erklärt Frank von Wyszecki, Geschäftsführer der Klüh ­Facility Service GmbH. In der Vergangenheit gab es jedoch ein Nadelöhr, das dazu geführt hatte, dass die Mitarbeiter wenig flexibel agieren konnten. „Die Waschraumsituation war unbefriedigend“, erinnert sich Wyszecki. Der Grund: Die eingesetzten Systeme hielten dem großen Ansturm nicht Stand. So waren etwa die großen, gefalzten Pa­­­pierhandtücher nach wenigen Minuten aufgebraucht. Die Nutzer machten sich selten die Mühe, das Blatt auseinander­zufalten und verwendeten stattdessen gleich fünf bis sechs Handtücher, die ­Papierkörbe quollen über, während die Handtuchspender leer waren. Zudem kamen in den Toiletten Jumborollen zum Einsatz, die über keine Restrollenfunktion verfügten. Die Reinigungskraft musste ständig entscheiden, ob sie halb verbrauchte Rollen auswechseln sollten und damit Material verwerfen, oder ob sie riskieren sollten, dass die Rolle bald leer ist. Und: Die Seifenspender gehör­ten einer älteren Generation an, so dass einige bereits undicht waren und Seife in das Waschbecken tropfte. In den Halbzeitpausen waren die Waschräume so stark frequentiert, dass die Klüh-Mitarbeiter kaum Gelegenheit hatten, die Spender aufzufüllen.

 

Wirtschaftliche Lösung

Doch neben dem Hygiene- und Wirtschaftlichkeitsaspekt bereitete auch die Sicherheit Sorge. „Immer wieder lagen die benutzten Papierhandtücher auf dem Boden, was eine erhebliche Rutschgefahr darstellt“, erinnert sich Maik Rummel, der Technische Leiter der Arena. „Wir haben dem Management vorgeschlagen, uns nach einem Alternativ-Konzept umzusehen, das speziell für Hochfrequenzbereiche geeignet ist“, schildert Frank von Wyszecki den Start der Umstrukturierung. Dabei bestand die Herausforderung darin, dass das System robust und einfach zu bedienen sein sollte, Beschaffung, Befüllung und Entsorgung keiner speziellen Logistik bedürfen und es sich durch eine Kapa­zität ebenso auszeichnet wie durch ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.

Carsten Bauer, Key Account Manager bei dem Unternehmen „SCA Hygiene Products“, zu dem die Marke Tork gehört, nahm die Herausforderung gerne an und präsentierte die Lösungen, die sich besonders für den Hochfrequenzbereich eignen: Die „Tork Elevation Rollenhandtuchspender“ (H1), die über einen Schneidemechanismus verfügen und so mit einer Rolle bis zu acht Bündel Falthandtücher ersetzen. Gleichzeitig garantiert die Einzelblattentnahme einen hygienischen Verbrauch. Ergänzt wird er durch „Tork Elevation Seifenspender“ (S1), die sich nicht nur durch langanhaltende Nachfüllintervalle – bis zu 1000 Nutzungen – auszeichnen, sondern auch durch eine hygienische Einhandbedienung. Komplettiert wird das System durch die „Tork Mini Jumbo Doppel­rolle“ (T2): Die beiden Rollen ersetzen 12 bis 14 Kleinrollen, sie verfügt über ­einen praktischen Restrollenverbrauch, und dank des stabilen Kunststoffspenders ist das Papier hygienisch verwahrt.

Die Lösung überzeugte das Management der Volkswagen Arena sowie den Dienstleister sofort – und wurde zum Härtetest herausgefordert. „Wir haben unsere Produkte probeweise in den Waschräumen eingesetzt, die in den ­beiden Fankurven liegen“, erinnert sich Carsten Bauer. Mit Erfolg: Nach nur vier Wochen wurde beschlossen, komplett auf das neue System umzusteigen. Über 700 Spender wurden in die 56 Waschräume eingebaut: 170 Rollenhandtuchspender, 400 Toilettenpapierspender und 150 Seifenspender.

 

Fazit

Entstanden ist eine klassische WinWin-­Win-Situation für die drei Partner: „Zum einen sind die Spender sehr ­robust, ein nicht unerheblicher Aspekt in einem Fußballstadium“, so der Technische Leiter Maik Rummel. „Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir durch die Umstellung auf das neue Waschraum-System auch dem ökologischen Ge­danken deutlich an Gewicht verleihen ­können – denn dank der neuen Handtuchspender sparen wir spürbar an ­Papier, das verringert den Abfall, vereinfacht die Lagerhaltung und reduziert die Brandlasten in der Arena. Von der Wirtschaftlichkeit verbunden mit den Kosten­einsparungen ganz zu schweigen.“

Ebenso positiv äußert sich Carsten Bauer: „Wir freuen uns, mit unserem System für den Hochfrequenzbereich das Nadel­öhr Waschraum in der Arena beseitigt und unseren Beitrag zu Ökologie und Ökonomie in der Arena geleistet zu ­haben.“ Und Frank von Wyszecki fügt hinzu: „Wir können an Spieltagen unsere Mitarbeiter nun flexibel dort einteilen, wo sie benötigt werden – denn dank der großen Serviceintervalle der neuen Spender genügt es, wenn sie die Wasch­räume vor und anschließend ­wieder nach der Halbzeit befüllen. ­Außerdem hat uns Tork überzeugt: Wir werden auch bei künftigen Großprojekten ­verstärkt zusammenarbeiten.“

Marc Münch, Product Manager

bei SCA Hygiene Products GmbH,

68265 Mannheim

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