Conject setzt beim weiteren Wachstum auf Software-as-a-Service

Auf Wolke sieben

Einfach den Computer einschalten und sofort mit der Arbeit beginnen: „Software as a Service“, kurz SaaS, macht es möglich. Dabei wird nicht, wie sonst üblich, Software auf einen PC installiert und das Betriebs­system lokal genutzt, sondern die ganze IT-Infrastruktur von einem externen Dienstleister betrieben. Der Kunde bezieht dann alles als Service aus der Cloud, der Wolke. FACILITY MANAGEMENT-Chefredakteur Achim Roggendorf sprach mit Regional Director Conject Duisburg, Frank Bögel, über die standardisierte Lösung für das Facility Management, mit der das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortsetzen will.

Für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Kommunen, die nicht das Geld haben, um ihre IT aufzurüsten, müsste ­conjectFM doch genau die richtige Lösung sein.

Bögel: Das haben wir uns auch gedacht. Schließlich ist der Investitionsbedarf  bei der Einführung einer SaaS-Lösung in der Regel deutlich geringer als bei einer hausinternen Realisierung. Und die Mitarbeiter können gleich loslegen. Sie benötigen nur einen internetfähigen Computer und einen Internetzugang.

Trotzdem ist die Nachfrage nach unserer Lösung bei großen Unternehmen höher.

Wie ist das zu erklären?

Bögel: Die Großen gehen professioneller an die Sache heran. Für sie ist entscheidend, dass sie ihre Probleme mit SaaS gleich angehen können.

Und warum halten sich die ­kleinen und mittleren Unternehmen zurück?

Bögel: Ich glaube, der Gedanke, ich habe keine Kontrolle mehr über meine IT-Prozesse, schreckt viele Firmenchefs ab. Schließlich finden die Arbeitsgänge nicht mehr unter ihrem eigenen Dach statt, sondern sind ausgelagert. Erschwerend kommt hinzu, dass Mittelständler eher konservativ geprägt sind und nicht immer gleich auf den neuesten Zug mit aufspringen. Manchmal fehlt aber auch einfach die Einsicht, dass Facility Management notwendig ist und die Unternehmenskosten stark reduzieren kann.

Städte und Gemeinden gehören ebenfalls zu Ihrer Zielgruppe, wenn es um SaaS geht.

Bögel: Bei den Kommunen haben die Verantwortlichen noch Probleme mit der Begrifflichkeit. Mit SaaS können Sie noch nicht wirklich etwas anfangen. Und bei kleineren Städten und Gemeinden ist es so, dass die Mitarbeiter noch mit Excel-­Lösungen arbeiten, mit denen sie - trotz aller Schwächen – zufrieden sind. Da ziehen unsere Argumente nicht.

Es ist also noch viel Auf­-

klärungsarbeit nötig.

Bögel: Da werden wir noch ziemlich dicke Bretter bohren müssen. Für uns ist das aber nicht das erste Mal. Nehmen Sie beispielsweise unsere pm-Plattform, mit der wir die Umsetzung typischer Prozesse im Bauprojekt unterstützen. Da waren viele Kunden zunächst auch skeptisch, bis sie die Vorteile dieser Cloud-Lösung erkannt haben. Heute sind virtuelle Plattformen Standard.

Was spricht eigentlich für SaaS?

Bögel: Es ist die Geschwindigkeit, mit der die Anwendungen aufgerüstet werden können. Entwicklung und Inbetriebnahme erfolgen sehr schnell. Zudem stellt die Einführung kein großes Investitions-Risiko dar. Die Kosten sind transparent und nachvollziehbar. Außerdem muss man sich nicht um die Wartung des Systems kümmern.

Gleichwohl müssen die Nutzer von SaaS umdenken.

Bögel: Das stimmt. Vor allem die älteren Mitarbeiter in den Unternehmen müssen sich erst an den Gedanken gewöhnen, ihre Anwendungen über einen Internet-Browser ohne Installation zu nutzen. Für die Generation „Internet“ dagegen, die mit dem Rechner groß geworden ist, ist Cloud Computing die normalste Sache auf der Welt. Ihnen ist egal, wo der Server steht.

Wie groß ist denn das Interesse an SaaS in den Amtsstuben?

Bögel: Mit Blick auf die kommunale Betreiberverantwortung ist hier zuletzt großer Druck aufgebaut worden. Ohne eine ausgefeilte Ablauforganisation in Verbindung mit dem Einsatz qualifizierter CAFM-Software, z.B. als SaaS-Lösung, ist die rechtssichere Wahrnehmung der Aufgaben nicht durchführbar. Mit Excel allein jedenfalls kriegen die Verwaltungen keine revisionssichere Dokumentation hin. Da muss also bald etwas passieren. Auch, wenn das Geld fehlt.

In Fachkreisen wird SaaS als tonangebende Technologie der Zukunft gesehen. Dennoch ­äußern Unternehmen immer wieder Sicherheitsbedenken.

Bögel: Natürlich werden teilweise sensible und geschäftsrelevante Daten außerhalb des eigenen IT-Netzwerkes gespeichert und sind über das Internet verfügbar. Speziell die Immobilien-Branche und somit das Facility Management sind hier sehr konservativ und kritisch eingestellt. Meiner Meinung nach zu Unrecht.

Ein unberechtigter Zugriff ist also ausgeschlossen

Bögel: Wir tun alles dafür, dass nichts passiert. Die Software wird nicht bei uns in der Waschküche auf irgendeinem Server gehostet, sondern läuft in einem professionellen Rechenzentrum. Spezialisten überwachen den Betrieb zudem rund um die Uhr und sind via Telefon und E-Mail erreichbar.

Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir ein namhaftes, externes Unternehmen damit beauftragt, das System auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei kam heraus: Es gibt keine kritischen Sicherheitslücken, alles ist technisch sicher. Wenn natürlich die eigenen Mitarbeiter Daten runterladen und weitergeben, können wir das auch nicht verhindern.

Der Kostenvorteil ist ein wichtiges Argumenta­tionsmittel für den Einsatz von SaaS. Wie hoch ist denn die Ersparnis auf Cent und Euro ­gerechnet?

Bögel: So pauschal lässt sich das nicht sagen. Das ist sehr individuell. Die Software dürfte sich aber nach spätestens zwei Jahren rechnen.

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