Nemetschek Group: Zukunftssicher aufgestellt

Spacewell Germanys Mutterkonzern, die Nemetschek Group, einer der weltweit führenden Softwareanbieter für die Baubranche, blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Mit einem deutlich zweistelligen Umsatzwachstum und überproportionalen Ergebniszuwachs wurden die gesteckten Ziele für 2019 bei Wachstum und Profitabilität (EBITDA-Marge) sogar leicht übertroffen. Die sehr gute Performance der vergangenen Jahre und die unverändert gute Positionierung der Nemetschek Group in ihren Kundensegmenten bilden eine sehr solide Basis in den aktuell unsicheren Zeiten aufgrund der Covid-19-Krise.Der Konzernumsatz stieg auf 556,9 Mio. Euro, ein Wachstum zum Vorjahr von 20,7% (währungsbereinigt: 18,0%). Damit lag der Konzernumsatz leicht über dem Prognosekorridor von 540 bis 550 Mio. Euro. Das Umsatzplus ist sowohl auf das organische Wachstum von 15,8% (währungsbereinigt: 13,1%) und die starke Geschäftsentwicklung der neu akquirierten Marke Spacewell im Segment Manage zurückzuführen, die im Manage & Operate Segment der Gruppe angesiedelt ist, in der sich auch Spacewell Germany mit iX-Haus, der Software für das Immobilienmanagement, befindet.

Das Segment wurde durch die Akquisition der Marke Spacewell deutlich gestärkt. Die Umsätze stiegen durch das organische Wachstum und den starken Beitrag von Spacewell von 13,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 38,5 Mio. Euro. In der EBITDA-Marge von 20,5% (IFRS-16-bereinigt: 16,9%, Vorjahr: 21,1%) spiegeln sich die Akquisitionskosten für den Erwerb der niederländischen Marke Axxerion im ersten Quartal 2019 wider.

Das operative Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 36,6% auf 165,7 Mio. Euro überproportional zum Umsatz. Damit stieg die EBITDA-Marge (inklusive positiver Effekte aus Fremdwährungen und aus der erstmaligen Anwendung des neuen IFRS-16-Standards für die Bilanzierung von Leasingverträgen) von 26,3% im Vorjahr auf 29,7%. Die Marge lag damit oberhalb der Prognosespanne von 27% bis 29%. Auch ohne genannte Sondereffekte lag die EBITDA-Marge mit 27,0% leicht über Vorjahr.

"Nemetschek hat seinen profitablen Wachstumskurs im Jahr 2019 fortgesetzt und konsequent die digitale Transformation über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken vorangetrieben", so Dr. Axel Kaufmann, Sprecher des Vorstands und CFOO der Nemetschek Group. "Essenziell für unseren Erfolg ist, dass wir mit zunehmender Größe unseren Fokus auf unsere Kunden und ihre konkreten Bedürfnisse konsequent stärken. Dazu dient auch die 2019 implementierte und auf unsere Segmente fokussierte Führungsstruktur. Auf diese Weise können wir noch schlagkräftiger in unseren Märkten agieren," so Kaufmann weiter.

Ausblick 2020
Aufgrund der langfristig intakten Wachstumstrends in den relevanten Märkten und der starken Positionierung des Unternehmens in vielen Ländern mit großem Nachholpotenzial bei der Digitalisierung blickt der Vorstand trotz des aktuell sehr unsicheren Umfelds aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie weiterhin grundsätzlich positiv in die Zukunft. Mögliche künftige direkte und indirekte Auswirkungen von Covid-19 auf die Geschäftstätigkeit der Nemetschek Group sind derzeit in Ausmaß, Dauer und geografischer Ausbreitung nicht verlässlich einschätzbar. Dessen ungeachtet verliefen die ersten zwei Monate 2020 nach Plan.


Durch den deutlich steigenden Anteil wiederkehrender Umsätze aus Serviceverträgen und Subscription, die mittlerweile 54% der Konzernerlöse ausmachen, hat Nemetschek ein höheres Maß an Planungssicherheit als in früheren Krisen. Zudem bieten die internationale Aufstellung des Konzerns und die Adressierung unterschiedlicher Kundengruppen über die vier Segmente hinweg eine breitere Risikodiversifizierung als in der Vergangenheit. Hinzu kommt die sehr solide Finanzstruktur der Nemetschek Group mit einer Eigenkapitalquote von rund 41% und einer hohen Cash-Generierung.

Ungeachtet dieser strategischen Vorteile tragen die Erwartungen des Vorstands an das Jahr 2020 der weltweiten Ausnahmesituation mit der gebotenen Vorsicht Rechnung: Unter Berücksichtigung von Wechselkursschwankungen und den stark gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten geht der Vorstand aus heutiger Sicht von einer zumindest stabilen Entwicklung bzw. leichten Steigerung des Konzernumsatzes aus. Die EBITDA-Marge wird 2020 bei mehr als 26% des Konzernumsatzes erwartet.


Diese Prognosen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass sich die weltwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen, vor allem aufgrund der Folgen der Covid-19-Pandemie, nicht signifikant verschlechtern.

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