Engie: Energiespar-Contracting für die Uni Bremen

Rund 2150 MWh Energie und 820 t CO2 werden seit 2018 jedes Jahr in der Universität eingespart. Dadurch reduzieren sich die Energiekosten jedes Jahr um ca. 240.000 €. Um diesen Erfolg zu ermöglichen, hatte Engie Deutschland, ein auf Energiedienstleistungen spezialisiertes Unternehmen, im Rahmen eines Energiespar-Contractings (ESC) rund 1,5 Mio. € in diverse Effizienzmaßnahmen in ausgewählte Gebäude der Universität und die Oberschule Barkhof investiert. Gleich im ersten Jahr nach der Umsetzung wurden die vom Dienstleister garantierten Energieeinsparungen in Höhe von 1777 MWh deutlich übertroffen. Engie Deutschland hatte den Zuschlag für das ESC-Projekt im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung erhalten. Unterstützt wurde das gesamte Verfahren von der Klimaschutzagentur energiekonsens und ihrer Tochterfirma beks EnergieEffizienz GmbH. Das Projekt läuft noch bis Dezember 2029.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Hilfe des Contractors dringend notwendige Investitionen in die Gebäude der Universität tätigen und gleichzeitig unsere Energie- und Klimaschutzbilanz verbessern konnten“, so Ulf Rohde, Referatsleiter im Dezernat für Technischen Betrieb und Bauangelegenheiten. Die Investitionen und Leistungen von Engie in die Energiesparmaßnahmen werden über eine Vertragslaufzeit von zwölf Jahren aus den eingesparten Energiekosten von rund 210.000 € jährlich refinanziert. „Wir haben in Bremen bereits gute Erfahrungen mit Energiespar-Contracting-Vorhaben in der Hansestadt gemacht“, freut sich Thomas Raach von Engie. Bremen habe sich zu einem wichtigen Standort für Energiespar-Contracting in Deutschland entwickelt: „Durch die Arbeit von energiekonsens gibt es in Bremen einen vergleichsweise hohen Kenntnisstand bei Gebäudebetreibern. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Projekte angegangen und umgesetzt werden.“

Das bestätigt auch Ulf Rohde: „Wir waren anfangs skeptisch hinsichtlich des Aufwands für die Ausschreibung des Contractingverfahrens. Aber die Unterstützung durch beks EnergieEffizienz und die professionelle Umsetzung der Maßnahmen haben uns überzeugt. Wir mussten keinerlei Investitionsmittel in die Hand nehmen und haben eine garantierte Energie- und Kosteneinsparung.“

Auch das Klima profitiert vom Contracting-Projekt der Universität: Durch die Maßnahmen sind die klimaschädlichen CO2-Emissionen um rund 820 t pro Jahr gesunken. „Wir freuen uns sehr, dass mit der Universität Bremen nun ein weiteres Beispiel erfolgreichen Energiespar-Contractings in Bremen umgesetzt wurde“, sagt Martin Grocholl, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens. „Dieses Modell bietet enorme Chancen für Unternehmen und Einrichtungen im Land Bremen. Denn die Modernisierung des Gebäudebestandes geht mit hohen Investitionskosten einher, ist aber unumgänglich wenn wir unsere Klimaschutzziele erreichen wollen. Mit ESC reduzieren sich für Eigentümer großer Gebäudekomplexe die Kosten und das Risiko solcher Maßnahmen auf ein Minimum.“

Erreicht werden die Einsparungen bei der Universität zum einen durch die Erneuerung zweier Lüftungsanlagen im UFT-Gebäude und Optimierungen der Heizungsverteilung im NW1-Gebäude. Außerdem wurden über 8000 Beleuchtungspunkte in diversen Gebäuden der Universität ausgetauscht. Dabei wurden überwiegend LED-Retrofit-Lampen eingesetzt. Auch die Oberschule Barkhof profitierte von diesem Projekt, da die komplette Heizungsanlage und -verteilung erneuert wurden.

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