Europas FM-Community trifft sich in Den Haag

World Workplace Europe 2026

KI hält Einzug in Prozesse und Gebäude, ESG-Ziele werden mess- und berichtspflichtig, Arbeitswelten verändern sich weiter – und somit rückt das FM vom „Betrieb im Hintergrund“ immer stärker in eine strategische Rolle. Genau an dieser Schnittstelle setzt die World Workplace Europe 2026 an, und so kommt am 11. und 12. März 2026 die europäische FM-Branche wieder in Den Haag zusammen, um unter dem Motto „The Evolving Edge: Innovation, Inclusion & Impact in FM“ über Trends und Entwicklungen im Facility Management zu diskutieren.

Auch in diesem Jahr findet die Tagung in der markanten Industriekulisse des Fokker Terminal statt. Wie schon im zurückliegenden Jahr erwarten die veranstaltenden Verbände IFMA EMEA, FMN (Facility Management Nederland) und EuroFM ähnliche Teilnehmerzahlen wie 2025. Im März 2025 kamen mehr als 400 Teilnehmer aus 30 Ländern in den ehemaligen Trainingskomplex für Flugzeugmechaniker.

 

Erfolgsformat mit starkem ­Nachhaltigkeitsfokus

Schon das Leitthema 2025, „Elevating Sustainable Facilities Management“, traf einen Nerv: Nachhaltigkeit wird in vielen Organisationen nicht nur über Ambitionen, sondern über steigende Business-Anforderungen und regulatorische Vorgaben getrieben – und FM steht dabei in der ersten Reihe der Umsetzung. Entsprechend breit war das Format angelegt: Workshops, World-Café-Sessions, Paneldiskussionen, eine Live-Podcast-Aufzeichnung und zahlreiche Networking-Gelegenheiten. Inhaltlich ging es u. a. um Energieverbrauch senken und CO₂-Emissionen reduzieren, Kreislaufwirtschaft, inklusive Arbeitsumgebungen und weitere Praxisbausteine, wie Nachhaltigkeit im Betrieb „wirklich“ verankert werden kann.

Lara Paemen, Managing Director IFMA EMEA, betonte sinngemäß, dass neue globale Herausforderungen die Entscheidungen im FM prägen – und dass die Inhalte von World Workplace Europe helfen, sich anzupassen und Chancen für effizientere, produktivere Arbeitsumgebungen zu erkennen. Und auch Michael V. Geary (CAE), IFMA President & CEO, hob den professionellen, energiegeladenen Charakter hervor – und vor allem den starken Willen der Community, global zu netzwerken, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Kreislaufwirtschaft, Inklusion und Emissionsminderung voranzubringen.

 

Und 2026?

Nach 2025 ist das Motto dieses Jahres der nächste logische Schritt: „The Evolving Edge: Innovation, Inclusion & Impact in FM“. Während 2025 Nachhaltigkeit als zentrale Managementaufgabe im Betrieb im Fokus stand, verschiebt 2026 die Perspektive stärker auf die Schnittstellen: Technologie und Daten, kulturelle/soziale Aspekte (Inclusion) und die messbare Wirkung (Impact) im Gebäudebetrieb und in Arbeitswelten.

Für Entscheider und Praktiker heißt das: Es geht weniger um die Frage „Was ist der nächste Trend?“, sondern darum wie sich Rollen, Prozesse und Verantwortung verändern, wenn KI und Datenkompetenz zum Standard werden – und Nachhaltigkeitsziele gleichzeitig nachweisbar erreicht werden müssen!

Impulse, Debatten, Breakouts – plus Marketplace

Auch 2026 setzt World Workplace auf die bewährte Mischung aus Keynotes, Breakout-Sessions, Debattenformaten und Ausstellung bzw. Marketplace. Der Veranstaltungsrhythmus mit Plenum am Morgen, thematischen Sessions über den Tag und großzügigen Networking-Fenstern passt gut zu dem, was viele Teilnehmende suchen: nicht nur „Input“, sondern Peer-Austausch, Benchmarking und konkrete Kontakte zu Lösungen.

Wer im letzten Jahr aus den Nachhaltigkeitsdiskussionen die Erkenntnis mitnahm „Ohne Daten wird es nicht skalieren“, dürfte 2026 genau dort andocken – bei Analytics, Toolchains, Governance und Skill-Aufbau.

Und die 2025 diskutierten Themen Kreislaufwirtschaft und Emissionsminderung, werden auf der diesjährigen Veranstaltung stärker mit der Frage nach dem operativen Wirkungsnachweis (Impact) diskutiert werden: Also welche KPIs, welche Datenqualität, welche Verantwortlichkeiten – und wie lassen sich die Maßnahmen in Portfolios reproduzierbar ausrollen?

Schließlich wird auch das Thema „Inclusion“ in 2026 eine thematische Klammer auf der Konferenz finden. Denn Inklusion stellt sich neben Innovation und Impact nicht bloß als „Soft Topic“, sondern als Teil von Leistungsfähigkeit und Arbeitgeberattraktivität dar. Und auch das Oberthema Nachhaltigkeit wird nicht verschwinden, sondern sich weiter professionalisieren – weg von Einzelmaßnahmen hin zu standardisierten Prozessen, Datenroutinen und einem verlässlichen Wirkungsnachweis.

Der erste Konferenztag startet mit Registrierung und Networking am Morgen und setzt dann auf eine Keynote-Klammer plus Breakout-Blöcke. Im Mittelpunkt dieses Tages stehen die Themen Automatisierung, KI und Datenkompetenz.
Remy Gieling wird in seiner Opening Keynote den Blick „auf die Frontlinien der Innovation“ werfen: Von humanoider Robotik, „dark factories“ und autonomer Logistik bis zu AI Agents und dem Effekt auf Flächenbedarf, Facility-Strukturen und Skills. Am späten Nachmittag folgt die Closing Keynote von Matt Tucker: 'The Rise of the FM Data Analyst'. Seine Kernbotschaft: FM wird „data-enabled“ – und es geht nicht nur um Tools, sondern um Daten-Selbstvertrauen, Storytelling und bereichsübergreifendes Denken. Was heißt das für Praktiker? Wer aktuell KI-Piloten, Sensorik-Rollouts oder CAFM/IWMS-Modernisierungen verantwortet, bekommt hier voraussichtlich das, was im Alltag oft fehlt: Strategische Einordnung (wohin entwickelt sich der Skill-Mix?) plus Austausch darüber, wie man vom Reporting zur Entscheidungsfähigkeit kommt – inklusive Governance-Fragen, die in vielen Organisationen noch ungeklärt sind.
Den zweiten Kongresstag bestimmen internationale Debatten wie etwa die Debattenformate 'International CEO Debate' (09:30 bis 10:30) und die 'International Facility Manager Debate' (14:00 bis 15:00). Den Abschluss bildet die Keynote Peter Hinssen (The Uncertainty Principle, 15:00 bis 16:00): „Never Normal“ als Leitbild – Unsicherheit nicht als Störung, sondern als Normalzustand, aus dem Innovationsfähigkeit entsteht. Die abschließenden FM Networking Party ist ausdrücklich, als „Wrap-up“ und als informelles Finale konzipiert.

Schwerpunktthemen

Vom Nachhaltigkeitsziel zur Steuerungslogik:
Welche Tools, KPIs und Governance-Modelle setzen sich in der Praxis durch, um CO2, Energie und Kreislaufwirtschaft in den Betrieb zu „übersetzen“?

Rollenwandel im FM:
Wenn KI „mitarbeitet“, wer verantwortet Datenqualität, Automatisierungsregeln und die Schnittstelle zu IT/OT? Welche Kompetenzen werden zur neuen Baseline?

Inclusion als Leistungsfaktor:
Wie werden inklusive Arbeitsumgebungen konkret geplant, betrieben und evaluiert – und wie verzahnt sich das mit Workplace-Transformation und Produktivität?

Tickets und Sonderrabatt

Für World Workplace Europe 2026 gibt es verschiedene Ticketoptionen:

Full Event (2 Tage) --> 899 € für Mitglieder / 1099 € für Nicht-Mitglieder

One Day Ticket (1 frei wählbarer Tag) --> 499 € für Mitglieder / 599 € für Nicht-­Mitglieder

Als Leser von FACILITY MANAGEMENT erhalten Sie in Jahr einen exklusiven Rabatt von 100 € auf das Full-Event-Ticket und 50 € auf das One-Day-Ticket. Dieser Rabatt gilt bei der Ticketbestellung mit den jeweiligen Rabattcodes MEDIA3FULL100 und MEDIA3DAY50.

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