GEFMA 932

Whitepaper zum KRITIS-Dachgesetz für das Gesundheitswesen

Die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen steht zunehmend im Fokus. Klimabedingte Extremereignisse, wachsende Cyberbedrohungen sowie eine insgesamt volatilere geopolitische Lage erhöhen die Anforderungen an Betreiber erheblich. Mit dem KRITIS-Dachgesetz hat der Gesetzgeber nun einen verbindlichen Rahmen geschaffen, der Betreiber kritischer Infrastrukturen zum Handeln verpflichtet.

Vor diesem Hintergrund hat gefma – Deutscher Verband für Facility Management gemeinsam mit der Fachvereinigung Krankenhaustechnik e. V. (FKT) das Whitepaper GEFMA 932 „KRITIS-Dachgesetz und Gesundheitswesen: Facility Management als Garant für Resilienz“ veröffentlicht. Bereits Anfang des Jahres hatte gefma den Arbeitskreis Kritische Infrastruktur ins Leben gerufen, um den wachsenden Anforderungen an unterschiedliche Immobiliennutzungsarten systematisch zu begegnen. In einem ersten Schritt konzentriert sich die jetzt erschienene Publikation auf Krankenhäuser, die eine zentrale Rolle innerhalb der kritischen Infrastruktur einnehmen.

Erarbeitet wurde das Whitepaper von einem interdisziplinären Autorenteam aus dem neu gegründeten Arbeitskreis. Die Publikation richtet sich insbesondere an Eigentümer, Betreiber sowie Facility Management-Dienstleister im Gesundheitswesen, die sich mit den neuen regulatorischen Anforderungen auseinandersetzen und diese in der Praxis umsetzen müssen.

Das Whitepaper unterstützt dabei, die gesetzlichen Anforderungen einzuordnen und konkrete Ableitungen für das Facility Management im Gesundheitswesen zu treffen. Es beleuchtet zentrale Handlungsfelder wie Cyber Security, redundante Energieversorgung, Brandschutz oder Raumlufthygiene und zeigt auf, wie ein systematisches und präventives Risikomanagement aufgebaut werden kann.

Gleichzeitig verdeutlicht die Publikation den notwendigen Perspektivwechsel: weg von einer überwiegend reaktiven Gefahrenabwehr hin zu einem strukturierten, vorausschauenden Risikomanagement. Dokumentation, Transparenz, regelmäßige Prüfungen sowie die Qualifikation des FM-Personals werden damit zu zentralen Bausteinen eines resilienten Betriebs.

„Mit dem KRITIS-Dachgesetz hat die Bundesregierung klare Leitplanken gesetzt. Jetzt geht es an die Umsetzung. Diese kann nur im Schulterschluss gelingen, mit dem Facility Management in einer Schlüsselrolle. Unsere Branche leistet damit einen aktiven Beitrag zur Resilienz in Deutschland und übernimmt zunehmend gesellschaftliche Verantwortung“, erklärt Sebastian Sichter, Mitglied des Autorenteams und Leiter des gefma Arbeitskreises Kritische Infrastrukturen.

Neben der Einordnung der regulatorischen Anforderungen zeigt das Whitepaper auch auf, wie das KRITIS-Dachgesetz als Chance genutzt werden kann. Krankenhäuser, die Resilienz strategisch verankern, stärken nicht nur ihre Compliance, sondern sichern langfristig ihre Betriebssicherheit, Versorgungskontinuität und das Vertrauen von Patienten, Mitarbeitenden und Gesellschaft.

Mit der Veröffentlichung setzt gefma zugleich den Auftakt für die weitere fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Nach Vorliegen ergänzender Vorgaben durch die Bundesregierung und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist die Entwicklung einer gefma Richtlinie geplant. Darüber hinaus werden weitere, übergreifende Leitfäden angestrebt.

Das Whitepaper GEFMA 932 ist ab sofort kostenfrei im gefma-Onlineshop unter www.gefma.de/shop erhältlich.

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