Modernes Arbeitsumfeld: Das neue Beiersdorf Headquarter in Hamburg

Vom Werksgelände zum Campus
der Zukunft

Im Herbst 2023 wurde das neue Headquarter der Beiersdorf AG am Standort Hamburg-Eimsbüttel fertiggestellt. Der neue Beiersdorf Campus hat Mitarbeitende von zwei Standorten an einem vereint – im Herzen Hamburgs, wo vor über 140 Jahren alles begann. Mit dem Bau des neuen Hauptsitzes und der Erweiterung unseres Forschungszentrums legte die Beiersdorf AG den Grundstein für weiteres Wachstum. Eine nachhaltige und zeitlose Architektur stellt das Wohlbefinden der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt.

Die international tätige Unternehmens- und Workplace-Beratung combine aus Hamburg begleitete Beiersdorf seit 2014 mit umfangreichen Beratungsleistungen. Zunächst nur für die geplanten Neubauflächen des Hauptgebäudes sowie des ebenfalls auf dem Campus verorteten Laborgebäudes. Seit 2018 zeichnete das Unternehmen allerdings auch für die Entwicklung des gesamten Beiersdorf-Campus inklusive der Bestandsbauten verantwortlich.

Auf dem Beiersdorf Campus ist nun auf mehr als 47.000 m² BGF ein Arbeitsumfeld entstanden, das zukunftsorientiert ist, aber dennoch die einzigartige und reiche Geschichte des Unternehmens und seiner Marken widerspiegelt. Während der Projektphase wurden die Flächen beständig angepasst und schließlich eine Vielzahl an Räumen für Begegnung und Kollaboration geschaffen.  

 

Räume für Dynamic Working

Activity-Based-Working, also tätigkeitsorientiertes Arbeiten, wird bei Beiersdorf gelebt. So gibt es dort auch einen eigenen Begriff: „Dynamic Working“. Die von combine entwickelte Umsetzung basiert auf einer Open-Space-Lösung mit zahlreichen Rückzugsmöglichkeiten inklusive Platzangeboten für konzentriertes Arbeiten. Für die verschiedensten Tätigkeiten (im Schnitt 11 pro Mitarbeitender) wurden in einem partizipativen Prozess adäquate (25 verschiedene) Büromodule bereitgestellt.

Die neugeschaffenen Arbeitswelten sind darauf ausgerichtet, Kommunikation und Zusammenarbeit auf verschiedenste Weise zu fördern. Alle Gebäude auf dem Campus bieten die volle Flexibilität und sind darum auch zeitlos konzipiert. Sollten neue Bedarfe eine andere Büroform erfordern, ist ein Umbau jederzeit möglich.

 

Vielzahl besonderer Flächen

Der Campus bietet neben einem großen Restaurant mit Food Court eine Vielzahl an Service-Einrichtungen: Von Working Café, IT-Helpdesk bis Produktshop, Mediations-, Andachts- und Ruheräume und Bibliotheken bis hin zu einem Brand History Room und zuküftig auch einen Sportbereich. Für die Gestsltung der Innenarchitektur von Arbeitswelten, öffentlichen Bereiche und Mitarbeiterrestaurant zeichnet die Ippolito Fleitz Group verantwortlich. Zudem gibt es einen Außenbereich mit hoher Aufenthaltsqualität. Nicht nur, um dort die Pause zu verbringen, sondern auch, um dort Teammeetings abzuhalten (100% WLAN-Coverage).

 

Unternehmensleitbild trifft
Gebäudeplanung

„The Way we CARE+“: Das Leitbild und die Unternehmenswerte sind auch in die Planung der Gebäude eingeflossen. Gemeinsam hat das Nutzerteam kreative Ideen für die Benennung der fünf Gebäudeeinheiten kreiert. Der gevotete Entwurf vereint „C“ wie CONNECT, für das zukünftige Herz des Campus, „A“ wie ACTION, für die Heimat des Sportbereichs mit Flächen für Zusammenarbeit und Entspannung, „R“ wie ROOTS, für das Laborgebäude sowie „E“ wie EMPOWER, für die Ausbildung neuer Talente. „+“ bedeutet so viel wie XPLORE und bezeichnet das in der Zukunft noch entstehende Tech-Center bei Beiersdorf, in dem die neusten Technologien entwickelt werden und Raum für Innovation entsteht. 

Vollumfängliche Beratungsleistung

Zu dem Leistungsbild der involvierten Kollegen von combine gehörte zu Beginn des Projekts die Durchführung einer detaillierten Bedarfs- und Anforderungsanalyse, welche gemeinsam mit den Fachverantwortlichen und Mitarbeitenden bei Beiersdorf im Rahmen von Workshops und Interviews durchgeführt wurde. Auf dieser Basis wurde dann ein Architekturwettbewerb durch combine (damals noch unter dem Namen Quickborner Team) ausgelobt. Im weiteren Planungs- und Bauprozess wurde durch ein stetiges Entwurfscontrolling die bestmögliche Abbildung der Nutzer- und Betriebsprozesse sichergestellt. Darüber hinaus war combine verantwortlich für die Entwicklung und Einführung des neuen Arbeitsplatzkonzepts und begleitete in diesem Zuge auch den gesamten Prozess der Betriebsratsverhandlungen.

combine erhielt den Auftrag von der Grob- bis zur Feinbelegung, insbesondere auch die Büroflächen, zu planen. Die Bedarfe zu ermitteln und immer wieder rückabzustimmen war dabei eine zentrale Aufgabe. Auch Themen wie interne Transformation und Change Management kamen im Laufe der Zusammenarbeit auf die Agenda. Das durch combine begleitete Projektmanagement gewährleistete neben dem transparenten Kosten- und Termincontrolling auch eine revisionssichere Dokumentation.

 

Hoher Partizipationsgrad seitens Nutzerteam

Von Beginn an waren die Mitarbeitenden in das Campus-Projekt involviert und haben die neue Konzernzentrale bereits vor der Fertigstellung maßgeblich geprägt. Der Campus wurde für sie geschaffen und daher war es den Verantwortlichen wichtig, ihnen zuzuhören und herauszufinden, was sie für ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz und für ihre Produktivität benötigen. Konkrete Beispiele aus der Projektentwicklung sind: die Gründung eines Change-Netzwerkes aus den verschiedenen Funktionen, eine gemeinsame Lernreise zu anderen Unternehmen und deren Bürokonzepten, eine Mitarbeitendenbefragung zur Arbeitsplatz-Zufriedenheit in Kooperation mit dem Leesman-Institut, der sogenannte Detailplanungsprozess, in welchem die Teams auf Basis ihrer Aktivitätsprofile passende Raummodule wählen konnten, Baustellentouren mit über 1.200 Teilnehmenden sowie regelmäßige Sprechstunden oder auch die kreative Benennung der neuen Gebäude durch die Beiersdorfer*innen sowie das Probesitzen und Auswählen von Mobiliar. Partizipation war für Beiersdorf der Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts.
combine hat das Bürokonzept beständig adaptiert und partizipativ durch die Mitarbeitenden begleiten lassen, was für das Gelingen des Projektes von enormer Bedeutung war. Die Vernetzung der zwei Interessens-Positionen Nutzende und Betreibende wurde durch combine aktiv gefördert. Dadurch konnte eine hohe Akzeptanz seitens der Belegschaft erzielt werden.

Beiersdorf

ist ein globales Hautpflegeunternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitenden und über 170 Tochtergesellschaften weltweit. Das Produkt-Portfolio umfasst international führende Marken wie NIVEA, Eucerin, Hansaplast oder Labello. Dabei markierte die Entwicklung der NIVEA Creme vor rund 110 Jahren den Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Ihren Namen erhielt die Creme-Ikone aufgrund ihres weißen Aussehens, abgeleitet vom lateinischen Wort „nix, nivis“ – der Schnee. NIVEA heißt also „die Schneeweiße“. Neben Eucerit, zur Verbindung der Öle mit Wasser, enthielt sie Glyzerin, ein wenig Zitronensäure und zur feinen Parfümierung Rosen- und Maiglöckchenöl.

Der Campus

wurde auf sämtliche Anforderungen an ein dynamisches Arbeitsumfeld hin entwickelt, deckt sämtliche Bedarf an Einzel- und Zusammenarbeit ab und stellt das Unternehmen für die Zukunft optimal auf.
Zum Leistungsbild des Gesamt-­Projektes gehören:
 Projektmanagement
 Bedarfs- und Anforderungsanalyse
 Entwurfscontrolling
 Nutzervertretung/ -koordination
 Konzeption neue Arbeitswelten
 Funktions- und Flächenprogramm
 Belegungsplanung
 Begleitung Architektur- &
   Innen­architekturwettbewerb

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