Rheda-Wiedenbrück saniert die öffentliche Beleuchtung für mehr ­Energieeffizienz, Sicherheit und Naturschutz

Intelligentes Lichtmanagementsystem

Wie lässt sich die öffentliche Beleuchtung modernisieren, ohne den ­kommunalen Haushalt übermäßig zu strapazieren? Das hat die Stadt ­Rheda-Wiedenbrück in NRW nun unter Beweis gestellt. ­Gemeinsam mit dem ­Beleuchtungsspezialisten Signify und der West­energie AG wurden mehr als 3.500 Straßenleuchten saniert und in ein vernetztes Beleuch­tungs­system integriert. Ziel war es, den Energieverbrauch konsequent zu ­reduzieren, die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhöhen und zugleich den Umwelt- und Naturschutz zu berücksichtigen.

Zukunftsfähige Beleuchtung als strategische Entscheidung

Für die Verantwortlichen der Stadt stand früh fest, dass eine bloße Erneuerung der veralteten Beleuchtungstechnik nicht ausreichen würde. Aus diesem Grund war man neben der Hardware vor allem an einer Plattform zur intelligenten Beleuchtungssteuerung interessiert. Die Westenergie AG, die im Zuge einer Ausschreibung den Zuschlag für die Betriebsführung der öffentlichen Beleuchtung erhalten hatte, wünschte sich detaillierte Einblicke in das Beleuchtungssystem, um den Energieverbrauch gezielt optimieren und die einzelnen Lichtpunkte aus der Ferne verwalten zu können.

„Für uns als Kommune der Zukunft ist eine intelligente Straßenbeleuchtung entscheidend“, erklärt der Bürgermeister von Rheda-Wiedenbrück, Theo Mettenborg. „Sie erhöht den Komfort, sorgt für eine bessere Energieeffizienz und hilft uns, die damit verbundenen Kosten langfristig zu senken.“

 

Straßenleuchten wurden saniert und vernetzt

Durch das Zusammenspiel aus LED-Technologie, Sensorik und einem Lichtmanagementsystem zur intelligenten Beleuchtungssteuerung entstand ein stimmiges Gesamtkonzept. Zu den ambitionierten Zielen von Bürgermeister Theo Mettenborg und der Westenergie AG passte dies wie angegossen. In Abstimmung mit den Projektverantwortlichen aus Rheda-Wiedenbrück wurden mehr als 3.500 Straßenleuchten saniert und über das System ‚Interact City‘ vernetzt. Das intelligente Lichtmanagementsystem von Signify liefert rund um die Uhr wertvolle Echtzeit-Daten und dient dabei als wichtiger Hebel, um das gesamte Beleuchtungsnetzwerk von einem zentralen Punkt im Blick zu behalten.

Jeder Lichtpunkt wird über Interact City kartiert und kann so aus der Ferne verwaltet werden. Störungen werden in Echtzeit gemeldet, sodass Probleme umgehend behoben werden können. Darüber hinaus lässt sich das smarte Beleuchtungsnetzwerk flexibel an unterschiedliche Voraussetzungen anpassen – etwa durch die temporäre Regulierung der Helligkeit, um den Energieverbrauch zu optimieren oder die Sicherheit vor Ort zu erhöhen. Die jeweiligen Konfigurationen können je nach Straßenzug somit unterschiedlich ausfallen.

Der Umstieg auf die neuen LED-Straßenleuchten senkt den Energieverbrauch bereits erheblich. Weil sich die Leistung durch das intelligente Lichtmanagement noch präziser auf den tatsächlichen Bedarf zuschneiden lässt, sinkt der Verbrauch noch einmal merklich – im Vergleich zu herkömmlichen Straßenleuchten um bis zu
80 %. Bereits existierende Leuchten mit ‚Interact City Controller‘ konnten problemlos in das Projekt miteingebunden werden, wodurch sich die Gesamtzahl der über das Lichtmanagementsystem gesteuerten Leuchten in Rheda-Wiedenbrück auf mehr als 4.000 erhöht.

Im Flora-Westfalica-Park, dem grünen Herzstück der Stadt, zeigt sich derweil, dass Sicherheit und Umweltschutz Hand in Hand gehen können. Die Beleuchtungslösungen von Signify, die hier zum Einsatz kommen, sind dank Interact City und klugen Multisensoren dazu in der Lage, der Bewegung der vorbeikommenden Passanten zu folgen. Die Leuchten erhöhen nacheinander und völlig automatisch ihre Helligkeit, ehe sie anschließend wieder auf ein Minimum heruntergedimmt werden. Weil durch die ‚ClearStar‘ Optik zusätzlich 99,9 % aller Blaulicht-Anteile herausgefiltert werden, fallen die Auswirkungen auf die in der Umgebung lebenden Tiere und Pflanzen so gering wie möglich aus.

Flexibel skalier- und im ­Funktionsumfang erweiterbar

Das System ist flexibel skalierbar und eignet sich damit für kleine Kommunen bis hin zu großen Metropolen. Neue Leuchten können jederzeit in das System integriert werden, sodass es mit seiner Umgebung wächst. Als praktisch erweisen sich in diesem Zusammenhang auch die offenen Schnittstellen (APIs), die es Anwendern ermöglichen, Interact City in andere Systeme zu integrieren und so den Funktionsumfang zu erweitern.

Bei Bedarf können die Multisensoren also auch zur Überwachung des Verkehrsaufkommens oder vielen anderen Entwicklungen genutzt werden, die die Lebensqualität einer Stadt entscheidend beeinflussen. So wurde in Rheda-Wiedenbrück der Grundstein für die intelligente Weiterentwicklung des öffentlichen Raums gelegt.

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