Zurück in die Zukunft

Wäre es nicht verlockend, in die Vergangenheit zu reisen? Da könnten wir die eine oder andere Entwicklung einfach in eine andere Richtung schubsen. Quasi die Weichen noch einmal stellen... nach 25 Jahren Fachmagazin FACILITY MANAGEMENT sind der Redaktion doch solche Gedankenspiele erlaubt, oder? Und nach gemachter Weichenstellung würde das für die FM-Branche bedeuten: Im Jahr 2020 gäbe es keine Hausmeisterdiskussion – die hätte es nie gegeben. Auch schüttelten wir nur verblüfft die Köpfe, spräche man von Begriffen wie 'Total Quality Facility Management'. Es gäbe keinen Preiskampf in und um Ausschreibungen, nur erfüllbare Leistungsverzeichnisse und zufriedene Nutzer. Und, und, und. So hätten wir mit einem kleinen Zeitsprung das heutige Bild vom Facility Manager einfach so zurechtgerückt, wie es vor 25 Jahren schon in unseren Köpfen war: Der FM’ler eben als Manager und Berater. Der von Beginn an weiß, wo der Schuh drückt oder im Betrieb drücken könnte! Der mit Investoren, Planern und Architekten auf Augenhöhe neue Immobilienprojekte entwickelt und Einfluss darauf nehmen kann, wie sich am Ende der Betrieb gestaltet. Und was dieser am Ende kostet…
Doch da der Fluxkompensator aus dem Film „Zurück in die Zukunft“, der 1985 in die deutschen Kinos kam, bis heute reine Hollywood Science-Fiction ist, müssen wir weiter die Gegenwart nutzen, um die Zukunft (der Branche) zu verändern. Das ist mitunter mühsam, und die Herausforderungen sind vielfältig, aber machbar! Egal ob Digitalisierung, IoT und BIM, ­Klimaschutz und Nachhaltigkeit... gerade in unserer Branche schlummert – oder vielmehr erwacht gerade – viel Potenzial. Und vieles entwickelt sich – und wir können mit entwickeln. Ob den Arbeitsplatz der Zukunft gestalten, das „smarte“ und energieeffiziente Gebäude betreiben oder vernetzte Prozesse umsetzen, FM ist eben mehr als nur Betreiben! Und genau das wollen wir auch in den kommenden Jahren weiter begleiten.

Ihre
Kerstin Galenza

P.S. So ein Zeitsprung kann im Übrigen nicht ungefährlich sein, wie das Beispiel von Marty McFly im Film zeigt: Denn dieser gerät versehentlich in das Jahr 1955 und stolpert dort geradewegs in die Vergangenheit seiner Eltern, was dazu führt, dass nun auch seine Existenz langsam verblasst.
Doch wir wagen mit dieser Ausgabe trotzdem eine Zeitreise – ganz ohne Fluxkompensator  – in die Vergangenheit und zurück in die Zukunft. ­