Messerückblick zur INservFM 2017

Luft nach oben

Das also war’s: Die INservFM 2017 ist vorbei – und die Messe geht weiter. Das zumindest sagt Veranstalter Mesago, obwohl kaum Industrieservice-Anbieter ausstellten, sich der WVIS skeptisch bezüglich eines weiteren Engagements zeigt, sich die Kongressteilnehmer dezimieren und die Besucherzahlen zum dritten Mal in Folge gefallen sind. Dafür: ein Plus bei den Ausstellern und der belegten Fläche sowie positive Stimmung auf vielen Ständen.

Zugegeben, der Rückgang um 80 Besucher ist so dramatisch nicht, der Rückgang von 97 Kongressbesuchern dagegen schon eher – das ist nämlich fast ein Sechstel. Ein Plus von 7,5 % Ausstellern macht weitere neun Unternehmen auf dem Messeparkett, deren Gros sich auf dem Newcomer Pavillion versammelte. Dagegen stehen Anbieter wie Planon, die ihre Ausstellungsfläche halbierten, oder Möglichmacher wie Dr. Sasse oder Strabag PFS, die wegblieben.

Dazu waren die die Industrieservice-Dienstleister praktisch abwesend und ihr Verband WVIS, der das integrative Messekonzept mit entwickelt und getragen hat, ist mit Blick auf ein zukünftiges Engagement unsicher: „Wir denken nach, in welcher Art und Weise wir die Messe weiter begleiten. Das Konzept der INservFM ist zwar richtig, aber bisher ist es nicht gelungen, es in den Kundenkreis hineinzutagen“, bedauert WVIS-Geschäftsführer Dr. Reinhard Maaß.

Auf der Oberfläche ist das Ergebnis der INservFM 2017 also durchwachsen und wirkt wie Stagnation. Wären da nicht die se Aussteller-Meinungen: „Wir bewerten die Messe als durchaus positiv“, sagt uns Alexander Baldauf, Manager Sales & Business Development bei Sodexo. „Wir hatten interessante Kontakte“, bestätigt Markus Winter von Aussteller Tork, schränkt aber ein: „Die Besucher-Frequenz könnte besser sein.“

„Wir treffen auf kompetente Entscheider“, sagt Axel Evers, Marketingleiter ­
der Wisag. Das bestätigten auch andere Aussteller: „Wir treffen hier Entscheider mit konkreten Projekten“, berichtet Hans-Ulrich Kern, Gebietsverkaufsleiter bei AOS, die auf dem Gemeinschaftsstand Mensch + Büro Akustikelemente zeigten. „Besonders am ersten Tag hatten wir ­interessante Kontakte“, sagt Sietse Stad, Geschäftsführer von Boodi, die auf dem Newcomer Pavillon nachhaltige Einwegartikel präsentierten, von denen beim Fest der Möglichmacher viele ihr Curry und Quinoa aßen.

Und die Software-Anbieter? „Wir sind sehr zufrieden und hoffen, dass die Messe bleibt“, sagt Volker Händschke, Geschäftsführer von CAFM-Anbieter HSD und weit ab vom CAFM-Marktplatz platziert. Analog das Echo direkt vom blauen Teppich: „Wir sind zufrieden, besonders die ersten zwei Tage waren gut“, resümiert Paul Hertwig, Bereichsleiter Marketing bei Softwarehaus N+P. Etwas verhaltener fällt das Urteil bei Keylogic aus: „Es gibt ein paar Interessenten, aber der Zustrom ist gefühlt verhalten“, findet Rudolf Brendel, Geschäftsführer der Eschborner CAFM’ler.

Gute Stimmung dagegen bei den wenigen Industriedienstleistern. „Es war wie im vergangenen Jahr gut, wir sind zufrieden“, fasst Andreas Drolshagen vom Vertriebssupport bei Infraserv Höchst seine Eindrücke zusammen. Und auch bei Debütant Baumüller war die Stimmung positiv: „Es war gut, vor allem im Vergleich zur vergangenen maintain“, subsummiert Vertriebsleiter Stephan Schech seine Eindrücke.

„Uns wird in Summe zugetragen, dass es qualitativ hochwertige Gespräche gegeben hat“, schildert Otto Kajetan Weixler, Vorstandsvorsitzender der GEFMA, die Resonanz beim FM-Verband. „Wir haben sehr aktiv dafür gesorgt, dass Neu- wie Bestandskunden kommen und nichts dem Zufall überlassen“, so Weixler weiter, aber wohl eher in der Funktion des Geschäftsführers bei Apleona HSG. Denn: „Es ist Luft nach oben“, so Ralf Hempel, Vorsitzender der Wisag-Geschäftsführung und damit repräsentativ für FM wie Industrieservices. Und die Messezahlen geben ihm recht.

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