Ein passgenaues Werkzeug

Drei Fragen an Prof. Dr. Achim Kampker, CEO StreetScooter GmbH

Was treibt einen Professor für Produktionsmanagement, ausgerechnet einen ElektroTransporter zu entwickeln?

Prof. Kampker: Erst einmal tatsächlich das Thema Produktionskosten. Wir haben uns damals gefragt, ob der Bau eines bezahlbaren und wettbewerbsfähigen Elektroautos in einem Hochlohnland wie Deutschland machbar ist. Persönlich hat mich zudem das Thema Nachhaltigkeit angetrieben. Ich habe vier Kinder – und denen möchte ich später sagen können, dass ich zumindest alles versucht habe, damit sie und auch meine Enkel später noch ein gutes Leben auf unserem Planeten führen können.

Welche Philosophie steckt hinter dem StreetScooter?

Prof. Kampker: Wir haben uns beim StreetScooter vom klassischen „Höher, schneller, weiter“ der Ingenieurskunst gelöst und stattdessen ein Fahrzeug entwickelt, das genau das kann, was es können muss. Daher ist der StreetScooter vor allem ein Werkzeug geworden, das den Prozess, für den es eingesetzt wird, verbessert.

Dem entspricht auch die modulare Bauweise mit individuell anzupassenden Aufbauten. Dazu kommt eine robuste Konstruktion. Die nicht-crashrelevanten Fahrzeugteile sind aus einem speziellen Gewebekunststoff gefertigt und durchgefärbt. Vorteil: Kleinere Kratzer oder Beulen sieht man nicht sofort und es kann auch nichts rosten. Außerdem drückt das die Ersatzteilkosten und macht ein einfaches Austauschen möglich.

Elektroautos gelten als teuer, rechnet sich die Anschaffung überhaupt?

Prof. Kampker: Der StreetScooter macht nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch Sinn. Anfallende Kosten für Wartung und Verschleiß liegen deutlich unter den Kosten vergleichbarer Diesel-Nutzfahrzeugen, die Kraftstoffkosten sind 60 bis 70 % niedriger, die Steuern sind geringer. Damit ist der StreetScooter über seinen Nutzungszeitraum gerechnet unterm Strich günstiger als das Dieselfahrzeug.

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