Das Dutzend ist
(hoffentlich) voll

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das lässt für die zweite Runde der

INservFM, der Leitmesse für Facility Management und Industrieservice, im Februar 2017 hoffen. Laut Lünendonk-Studie haben die führenden Industrieservice-Unternehmen in Deutschland die Wachstumspause der vergangenen zwei Jahre überwunden. Die Anbieter blicken wieder durchweg optimistisch in die Zukunft.

Nachdem die Industrieinstandhalter der INservFM 2016 mehrheitlich die kalte Schulter gezeigt haben, sorgt vielleicht die gute Stimmung für ein Umdenken in der Branche. Zumal Dr. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes für Industrieservice (WVIS), angekündigt hat, „dass für 2017 bereits mehr als doppelt so viele Mitglieder als Aussteller zugesagt haben“.

Dann wäre immerhin das Dutzend voll, nach sechs WVIS-Ausstellern bei der Messepremiere.

Schon mehrfach haben wir darüber geschrieben, dass die Zukunft der FM-Branche digital oder gar nicht ist. Nun meldet sich auch GEFMA-Vorstandsmitglied Markus Lehmann bei diesem so wichtigen Thema zu Wort.

Wie der Studiendekan des Bachelorstudiengangs Facility Management der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte, müssen sich auch Facility Manager auf die Digitalisierung einstellen, bedeutet sie doch mehr Rechenzentren, mehr Büros mit smarter Technik und mehr vernetzte Fabriken mit Robotern. Und wie sich diese Gebäude verändern, so verändert sich auch der Job der „Möglichmacher“. Denn so ein Rechenzen-trum habe ganz andere Ansprüche an Sicherheit und Temperaturmanagement. „Und in Büros wird beispielsweise das Energiesparen immer wichtiger.“

Das alles sind Fachgebiete, mit denen sich Gebäudemanager in Zukunft auskennen müssen. Laut Lehmann zwar nicht so genau wie Spezialisten. „Aber als Facility Manager muss ich die Technologien zumindest bedienen können.“ Das gelte auch für Zukunftstechnologien wie BMI (Building Maintenance Information), die aktuell noch in den Kinderschuhen steckten.

Facility Manager sollten sich also schleunigst auf die nächste Stufe der industriellen Revolution vorbereiten. Idealerweise durch konsequente Weiterbildung.

Zum Schluss noch eine Nachricht, die man gerne liest: Laut 360-Grad-Studie von Drees & Sommer ist die FM-Branche in Deutschland im internationalen Vergleich gut aufgestellt. Zumindest sehen das so 80 % der Auftragnehmer und 70 % der Auftraggeber.

Gleichwohl gibt es in diversen Themen noch deutlichen Entwicklungsbedarf. Zum einen sind die Studienteilnehmer der Ansicht, dass die FM-Branche mehr Standards und Richtlinien benötigt. Zum anderen bemängeln sie das Fehlen konkreter Lösungen für einen nachhaltigen Betrieb und wünschen professionellere Softwaremodule (IT/CAFM).

Da fällt mir ein alter Werbespruch eines Mineralölkonzerns ein: „Es gibt (noch) viel zu tun – Packen wir‘s an!“

Ihr

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