Steuerbarer Stromverbrauch in Neubau und Bestand: So gelingt die Umsetzung von § 14a
23.03.2026Um die Netzstabilität langfristig zu sichern, hat der Gesetzgeber mit § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) verbindliche Rahmenbedingungen für steuerbare Verbrauchseinrichtungen geschaffen. Im Fokus stehen Anlagen mit einer Leistung von mehr als 4,2 kW. Seit dem 1. Januar 2024 müssen diese netzorientiert steuerbar ausgeführt werden. Mit dem Hochlauf der Elektromobilität, Wärmepumpentechnik und dezentraler Energiespeicher wächst der Leistungsbedarf im Niederspannungsnetz deutlich. Gleichzeitig steigern die Veröffentlichung der neuen VDE-AR-N 4100, der Ausbau technischer Infrastruktur wie Steuerboxen und intelligenter Messsysteme durch Netzbetreiber und neue Netzentgeltmodelle die Brisanz dieses Themas. Mit den normkonformen Systemlösungen Dehn SteuVE für Neubauten und Bestandsanlagen unterstützt Dehn Elektrofachbetriebe und Netzbetreiber nicht nur bei der Umsetzung, sondern integriert zusätzlich den Überspannungsschutz.
Die gesetzliche Regelung erlaubt Netzbetreibern bei drohenden Netzüberlastungen per Fernzugriff eine temporäre Leistungsreduzierung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen, ohne diese vollständig vom Netz zu trennen. Endkunden können ihre Anlagen weiter nutzen und profitieren von geringeren Netzentgelten. Zu den betroffenen Geräten zählen Wallboxen, Wärmepumpen inklusive Zusatz- oder Notheizungen, Klimaanlagen und Batteriespeicher. Elektrofachbetriebe sind verpflichtet, die aktuellen Normen und Empfehlungen zu beachten. Im Bestand ist häufig keine standardisierte, platzsparende Lösung vorhanden. Einzelkomponenten müssen aufwendig zusammengestellt und verdrahtet werden, während gängige Produkte nicht immer in die vorgesehenen Einbaumaße moderner Zählerplätze passen.
Dehn SteuVE Basic ist für den direkten Einbau im Zählerschrank konzipiert. Das System erfüllt die Empfehlungen des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.) zur Umsetzung von § 14a EnWG und ist auf die Anforderungen moderner Zählerplätze nach TAB (Technische Anschlussbedingungen) und VDE-AR-N 4100 ausgelegt. Das System enthält alle notwendigen Komponenten zur netzorientierten Steuerung in einem Modul: Sicherungselemente, Relaisklemmen, Trennfunktionen sowie Schnittstellen zur Anbindung intelligenter Messsysteme und eines Energy Management Systems (EMS). Die Ausführung unterstützt sowohl analoge als auch digitale Steuerkonzepte und ist kompatibel mit gängigen Verbrauchseinrichtungen.
Für Bestandsanlagen, bei denen eine normkonforme Integration im Zählerschrank nicht möglich ist, bietet Dehn eine externe, plombierbare Boxlösung, wie in der Empfehlung des BDEW beschrieben. Sie wird in unmittelbarer Nähe zum Zählerschrank installiert und ermöglicht die § 14a-konforme Nachrüstung mit minimalem Eingriff in die bestehende Anlage. Die vorverdrahtete Plug-and-Play Lösung reduziert den Installationsaufwand erheblich und stellt definierte Anschlusspunkte für Verbrauchseinrichtungen, Steuerboxen des Messstellenbetreibers sowie das intelligente Messsystem bereit. Auch hier ist die Ausführung technologieoffen und auf zukünftige digitale Steuerkonzepte vorbereitet
