fmsc GmbH begleitet Green-Building-Zertifizierung des Hotel Campo dei Fiori

Das Hotel Campo dei Fiori am Münchner Viktualienmarkt, ein Objekt der Derag Livinghotels AG + Co. KG, München, ist energetisch auf dem neuesten Stand: Es verbraucht 75 bis 80 % weniger Energie für Licht, Heizung und Warmwasser als ein konventionelles Hotel. Dies entspricht einem Verbrauch von etwa 35.000 Energiesparlampen und einer Einsparung von 304 MWh pro Jahr.
Im April wurde das Vorzeigeprojekt mit dem Energieeffizenzpreis, dem GreenBuilding Award 2012, ausgezeichnet – ein Preis, mit dem die Forschungsstelle der EU-Kommission Organisationen und Unternehmen ehrt, die in ihren neuen oder bestehenden Gebäuden die Energieeffizienz erhöhen und verstärkt regenerative Energien nutzen.

„Green Buildings sind keine ökologische Liebhaberei, sondern eine zukunftsweisende Notwendigkeit", betont Prof. Dr.-Ing. Heiko Meinen, Geschäftsführer der fmsc GmbH – facility management and services consulting, Bochum. Die fmsc GmbH, eine Tochtergesellschaft der RGM Holding GmbH, Dortmund, hat die Zertifizierung des Hotels Campo dei Fiori als GB EU Endorser begleitet. „Während beim LEED-, DGNB- und BREEAM-System viele ökologische und ökonomische Faktoren sowie Standorteigenschaften von Nichtwohngebäuden analysiert werden, hat sich das Green Building-Zertifizierungsprogramm der EU ausschließlich auf die Verringerung des Gebäude-Energieverbrauchs spezialisiert", so Meinen.

„Zentrales Kernstück des Energiekonzepts des Hotel Campo dei Fiori ist ein Klima-Tower, der das Wasser der 43 Hotelzimmer nur bei Bedarf erhitzt", erläutert Hotelbetreiber Michael Vogt und ergänzt: „Energie für Licht, Heizung, Kühlung und Warmwasser spenden Solarzellen. Dank der Drei-Scheiben-Verglasung und einer 26 Zentimeter dicken Wärmedämmung im Dach kann die Energie über einen langen Zeitraum gespeichert werden. Duschwasser wird für die Toilettenspülung wiederverwendet, seine Wärme vorher über Wärmetauscher zurückgewonnen".
Das Green Building-Programm (www.green-buildings.de) entstand 2005 im Kontext zur EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD), die in Deutschland über die Energieeinsparverordnung (EnEV) umgesetzt wird

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