Strategien für resiliente Portfolios, weniger Kostendruck und mehr Wirkung im FM

Nutzerkongress 2026

Wenn das internationale Institut für Facility Management (i²fm) am 21. und 22. April 2026 nach Düsseldorf zum Nutzerkongress 2026 einlädt, geht es um weit mehr als um einen klassischen Branchentreff. Der Kongress versteht sich als zentrale Jahresplattform für FM- und CREM-Verantwortliche – und 2026 vor allem als Ort für die Frage, wie Unternehmen ihre Standorte, Portfolios und Organisationen in wirtschaftlich angespannten Zeiten widerstandsfähiger und zukunftssicher aufstellen können.

Das diesjährige Programm setzt dabei klare Schwerpunkte: resiliente Corporate Portfolios, spürbare Entlastung bei Betriebs- und Personalkosten, Führung unter Transformationsdruck sowie die oft unterschätzten Hürden von Digitalisierung und KI im Gebäudebetrieb.

Schon der Auftakt macht deutlich, dass der Nutzerkongress den strategischen Blick bewusst weitet. Im Mittelpunkt des ersten Kongresstages steht die Session „Der Wert einer guten Strategie in Krisenzeiten“. Dort geht es um resiliente Corporate Portfolios, um Transparenz bei Nutzung und Auslastung sowie um die Frage, wie sich Gestaltungsspielräume im Betrieb zurückgewinnen lassen. Mit Moritz Schularick, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (IfW), hat das i²fm dafür einen prominenten Impulsgeber gewonnen. Laut Programm soll seine Keynote Orientierung in einer von Unsicherheit, Standortdebatten und ökonomischen Umbrüchen geprägten Lage geben – jenseits kurzfristiger Schlagzeilen und mit Blick auf belastbare strategische Entscheidungen.

In dieses Spannungsfeld passt auch Nikolaj Schmolcke, den der Veranstalter gezielt eingeladen hat, um die Frage aus Bilanzsicht zuzuspitzen: Haben Corporate-Unternehmen ihre Immobilien in der aktuellen Wirtschaftslage tatsächlich als strategischen Erfolgsfaktor erkannt? Genau darin liegt die Relevanz seines Beitrags. Seine ebenso kurzweilige wie pointierte Antwort dürfte die Sicht vieler FM- und CREM-Profis zunächst bestätigen – und zugleich die Steilvorlage liefern, um über jene Faktoren zu sprechen, die Unternehmen und ihre Standorte wirklich resilient machen.

Dass strategische Stärke längst nicht nur eine Portfoliofrage ist, zeigt der zweite große Themenblock des ersten Tages. Unter der Überschrift „Echte Entlastung bei Betriebs- & Personalkosten“ rückt das Programm die tatsächlichen Kostentreiber im Betrieb in den Fokus. Statt den Reflex der bloßen Neuausschreibung zu bedienen, setzt der Kongress auf eine differenziertere Debatte: Wo entstehen Kosten wirklich? Was bringt smarteres Sourcing tatsächlich? Und welche Rolle kann Target Costing spielen, wenn Unternehmen im OPEX-Bereich zu messbarer Entlastung kommen wollen? Der Ansatz ist bemerkenswert praxisnah – mit Kostenanalyse, Methodenfragen und konkreten Anwendungsbeispielen.

Am Nachmittag wird der Blick dann auf die Menschen in den Organisationen gelenkt. Unter dem programmatischen Titel „Lost in Transformation“ thematisiert das i²fm den permanenten Veränderungsdruck in FM und CREM: Digitalisierung, Workplace-Projekte, neue Steuerungsmodelle, KI, Datenanforderungen – vieles läuft parallel, nicht alles entfaltet Wirkung. Das Programm fragt deshalb ausdrücklich, ob Führungskräfte in FM und CREM inzwischen am Limit arbeiten und wie sich Organisationen dennoch handlungsfähig halten lassen. Panels und Pitches greifen dabei auch künftige Rollenbilder auf, etwa die Investorenrolle von CoReFM oder neue, digital unterstützte Organisationsformen in der Dienstleistungssteuerung.

Der zweite Kongresstag stellt die Digitalisierung in den Mittelpunkt – allerdings nicht als Heilsversprechen, sondern als Managementaufgabe. Die Session „Die frohe Botschaft der Digitalisierung“ benennt sehr konkret, woran Digitalisierungsprojekte in der Praxis scheitern oder ins Stocken geraten: Datenqualität, Prozesse, Datenschutz, Rechte, Vertrauen und fehlende Zielklarheit. Auch die Integration von SAP und CAFM, der Umgang mit Betriebsstandards sowie die Frage, wie KI helfen kann, Datenchaos zu reduzieren, stehen auf der Agenda. Ergänzt wird das durch die Vorstellung der Ergebnisse des parallel laufenden Hackathons, bei dem bereits ab dem 20. April an einem KI-Agenten für die Dienstleistungssteuerung Facility Services gearbeitet wird.

Gerade dieser Mix aus Strategie, Praxis und Experiment macht den Reiz des Nutzerkongresses aus. Zum Vorprogramm gehören neben dem Hackathon auch das CHIEF-Treffen und eine Housewarming-Party in Düsseldorf. Am Abend des ersten Kongresstages folgt mit der fmn Lounge ein Networking-Format über den Dächern der Stadt. Am 22. April schließen sich zudem Deep Dives und Exkursionen an, unter anderem zu einem Vodafone-Rechenzentrum in Düsseldorf, zu einem Stahlwerk in Duisburg-Walsum und zu einem Workplace-Transformationsprojekt im PwC Eclipse in Düsseldorf.

Damit positioniert sich der Nutzerkongress 2026 erneut als das, was viele Teilnehmer im Markt suchen: eine Plattform, die strategische Debatten nicht abstrakt führt, sondern konsequent mit Betriebsrealität, Datenfragen, Führungsherausforderungen und Standortperspektiven verbindet. Wer sich mit der Zukunft von Corporate Real Estate und Facility Management beschäftigt, dürfte in Düsseldorf nicht nur bekannte Gesichter treffen, sondern vor allem belastbare Impulse für die eigene Praxis mitnehmen.

 

 

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