Münster als Treffpunkt der Immobilien- und FM-Community

Zwei Tage lang stand die FH Münster ganz im Zeichen von Corporate Real Estate Management und Facility Management. Mit den Formaten „Make Some Noise in Real Estate“ am 6. Mai sowie der wissenschaftlich geprägten FMplus am 7. Mai zeigte sich einmal mehr, wie eng Wissenschaft, Praxis und Networking inzwischen miteinander verzahnt sind. Im Mittelpunkt standen aktuelle Zukunftsfragen der Branche – von Künstlicher Intelligenz über Nachhaltigkeit bis hin zu Effizienzsteigerung und datenbasierten Entscheidungsmodellen.  

Den Auftakt bildete das Alumni-Format „Make Some Noise in Real Estate“ (#AREP). Dass das Format inzwischen weit mehr als ein klassisches Alumni-Treffen ist, zeigte die Teilnehmer-Resonanz: „Eine Veranstaltung ist dann wirklich gelungen, wenn mehr als 150 Menschen nicht nur zusammenkommen, sondern mit neuen Ideen, Kontakten und echter Begeisterung nach Hause gehen“, so fasste Prof. Dr. Torben Bernhold von der FH Münster die Veranstaltung zusammen. Am Abend wurde die Networking-Veranstaltung auf der MS Günther fortgesetzt: hier konnten die Teilnehmende in entspannter Atmosphäre  die Gelegenheit zum Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Immobilien- und FM-Welt.

Am Folgetag rückte mit der FMplus das wissenschaftliche Facility Management in den Fokus. Die Konferenz gilt seit Jahren als wichtiger Treffpunkt für Forschende, Lehrende und Praktikerinnen und Praktiker im deutschsprachigen FM-Umfeld. 2026 standen insbesondere die Themen Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Effizienzsteigerung im CREM und FM im Mittelpunkt der Diskussionen. Das hochkarätig besetzte Referentenforum verband dabei wissenschaftliche Perspektiven mit konkreten Praxisanwendungen.

Zu den Referierenden zählten unter anderem Lars Eickhoff, Felix Gauger, Andreas Haferkorn, Andreas Kuehne, Dr. Vanessa Lellek sowie Dr.-Ing. Niklas Wiesweg. Inhaltlich zeigte sich dabei ein deutliches Bild: Die Branche bewegt sich zunehmend in Richtung datenbasierter, integrierter und technologiegestützter Entscheidungsprozesse. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Facility Management längst nicht mehr nur als operative Disziplin verstanden wird, sondern als strategischer Bestandteil nachhaltiger Immobilien- und Unternehmensentwicklung.

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Rolle von Simulationen im Immobilien- und Facility Management. Vorgestellt wurde unter anderem ein gemeinsames Forschungspapier der Kompetenzgruppen Immobilienmanagement, Hospitality Management, Workplace Management und Smart Building Management der ZHAW. Die Arbeit untersucht simulationsbasierte Ansätze als Entscheidungsunterstützung in zunehmend komplexen Immobilien- und FM-Strukturen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Simulationen künftig helfen können, Unsicherheiten zu reduzieren, Prozesse besser zu steuern und unterschiedliche Managementdisziplinen stärker miteinander zu verbinden. Die Forschenden verstehen Simulationen dabei ausdrücklich nicht nur als technische Werkzeuge, sondern als strategische Unterstützungssysteme für integrierte Entscheidungen.

Neben den fachlichen Diskussionen prägte vor allem der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis die beiden Veranstaltungstage. Möglich gemacht wurde dies nicht zuletzt durch das breite Engagement des Organisationsteams rund um Marius Hülk, Patricia Dankert-Bergemann und Timm Rotermund sowie zahlreicher Studierender und Unterstützender der FH Münster.

Die FMplus wird im kommenden Jahr an der FH Kufstein Tirol stattfinden und damit ihren internationalen Netzwerkgedanken weiter ausbauen. Münster hat jedoch bereits in diesem Jahr gezeigt, wie lebendig, interdisziplinär und zukunftsorientiert die Diskussionen rund um Real Estate und Facility Management inzwischen geführt werden.


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