Brandschutz im Hotel – FACILITY MANAGEMENT im Interview

Sicherheit für die Gäste

328 Zimmer, davon 40 Suiten bis zu einer Größe von 175 m², ein Restaurant, Schwimmbad und Saunen, 30 Tagungsräume sowie Veranstaltungskapazitäten für fast 6000 Gäste – schon allein durch die Ausmaße des Maritim Hotel & Internationalen Congress Centers Dresden haben die für die Sicherheit aller Gäste wie auch des gesamten Gebäudes verantwortlichen Facility Manager alle Hände voll zu tun.

Um den wichtigen Aspekt Brandschutz aus allen Blickwinkeln zu beleuchten, stehen im drei Experten Rede und Antwort: Daniel Klinkicht, Technischer Leiter des Hotels, Roger Hoffmann, als Geschäftsführer von HT Protect Errichter der vorhandenen Löschanlagentechnik und Ralf Henkler, Prüfsachverständiger von VdS Schadenverhütung, der die Brandschutzanlagen abgenommen hat, waren an der Ausgestaltung des Brandschutzes im Dresdner Maritim maßgeblich beteiligt.

Warum ist Brandschutz gerade im Hotel- und Gastgewerbe so wichtig?

Henkler: Das Thema Brandschutz ist nicht nur hier von großer Bedeutung. In deutschen Unternehmen brennt es alle fünf Minuten, wie unsere Partner vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bestätigen. Die volkswirtschaftlichen Schäden liegen jedes Jahr aufs Neue in der Größenordnung von 6 Milliarden. Ein ganz typischer Auslöser der häufigen Brände sind Defekte in der Elektrik. In Serverräumen, Trafo- und Elektroräumen und sogar in den überall vorhandenen Elek­troinstallationen, wie z.B. in Zwischendecken, kann wegen alterndem Material, sinkenden Produktqualitäten oder Installationsfehlern ein Brand niemals ausgeschlossen werden – es gibt also definitiv keine Branche, die von Brandgefahr nicht betroffen ist.

Klinkicht: Brandschutz ist nicht nur wichtig – er ist überlebenswichtig. Genau wie unser Prüfsachverständiger Ralf Henkler sagt: in Deutschland brennt es im Minutentakt. Wenn die Verantwortlichen keine entsprechende Vorsorge treffen, damit ein Feuer direkt in seinem Entstehungsstadium erkannt und effektiv bekämpft wird, entfacht es extrem schnell eine unglaubliche Zerstörungskraft. Hier kommt es auf das Zusammenwirken von Technik und geschulten Mitarbeitern an. Gerade unser Hotel oder unser angeschlossenes Kongress­zentrum haben dann nicht allein mit den Sachschäden zu kämpfen.

Hoffmann: Stimmt, die Image- und Kundenverluste, weil Räume nach einem Brand oft auf lange Zeit nicht mehr nutzbar sind, sind kaum in Zahlen zu fassen. Solche Risiken sind zudem auch nicht versicherbar. Hierdurch sind die betroffenen Unternehmen noch sehr viel schlimmer gefährdet als durch die reinen Feuerverwüstungen.

Henkler: 43% der von einem Brand betroffenen Unternehmen mussten letztendlich Insolvenz anmelden, wie der GDV bestätigt.

Hoffmann: Übrigens reicht schon der sehr viel schneller als Flammen vordringende Rauch, um Güter und die Gebäudehülle selbst mit giftigen Stoffen zu kontaminieren. Rauchschäden betreffen auch Gebäudeteile, die ein Brand selbst nicht erreicht.

Klinkicht: Darum haben wir alle unsere 328 Zimmer sowohl mit automatischen Wasserlöschanlagen, den so genannten Sprinklern, als auch mit Rauchmeldern ausgerüstet. Die Präsidentensuite verfügt sogar über eine eigene Entrauchung. Zusätzlich haben wir in die Kabeltrassen über unseren Zimmern Wärmesensorkabel eingefügt, die eine unzulässige Erwärmung selbständig erkennen und

somit eine unmittelbare Brandgefahr
automatisch melden.

Der Reihe nach: Erklären Sie unseren Lesern doch bitte zunächst den Aufbau des durch Sie zu schützenden Hotelgebäudes.

Klinkicht: Unser Maritim ist in einen denkmalgeschützten, nun über 100 Jahre alten Speicher hineingebaut worden. Der Speicher wurde zunächst als Lagerraum genutzt, anschließend lag er viele Jahre lang brach, bis sich die Maritim Hotelgesellschaft 2002 entschieden hat, ihn zu übernehmen und umzubauen.

Hoffmann: Uns allen war bei diesem Gebäude von Anfang an klar, dass jedes der elf Stockwerke eine eigene Branddetektion benötigen würde. Dies wäre zwar nach den Vorgaben des 2002er Brandschutzkonzepts nicht zwingend notwendig gewesen – aber als Brandschutzprofis sagten wir damals schon: In einem derart weitläufigen Gebäude müssen wir für optimale Sicherheit auf jedem Stockwerk Brände detektieren können. Deshalb haben wir, die Firma HT Protect GmbH, Strömungswächter in sämtlichen Geschossen verbaut. Heute ist übrigens genau dies in der zutreffenden VdS Richtlinie (VdS CEA 4001) vorgegeben.

Klinkicht: Bei vielen Brandschutzprojekten muss man von der Seite des Planers mit Vorgaben leben, die für die spätere Nutzung nicht wirklich optimal sind. Hier war das erfreulicherweise anders – und ich möchte an dieser Stelle allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit danken.

Henkler: Optimalen Brandschutz bestimmt eine Vielzahl von Variablen. Gerade bei der äußerst komplexen Brandschutztechnik können in allen Phasen der Umsetzung Fehler auftreten. Je später diese dann entdeckt werden, desto schwieriger – und vor allem deutlich teurer – wird es, sie zu beheben. Daher unterstützt VdS seine Partner auf Wunsch schon vor der Installation einer Anlage. Wir prüfen Schutzkonzepte und Planungen auf Konformität mit dem jeweiligen Brandschutznachweis, da nahezu jedes Bauvorhaben heutzutage der jeweiligen Technischen Prüfverordnung des betreffenden Bundeslandes unterliegt, egal ob Industriebetriebe als Sonderbauten, Beherbergungs- oder Verkaufsstätten. So bietet VdS unseren Kunden von Anfang an die größtmögliche Planungssicherheit für die weitere Ausführung – und natürlich Sicherheit in der praktischen Umsetzung.

Eines dieser optimalen Konzepte sah also die Ausstattung sämtlicher Zimmer mit Brandmeldern vor. Was für Möglichkeiten zur Detektion nutzen Sie noch?

Klinkicht: Wir haben sogar in jedem Zimmer mindestens zwei Melder installiert: Einen im Raum selbst und einen im Flur. Beide Melder sind mit einer direkten Verbindung zu unserer an der Rezeption installierten Brandmeldeanlage ausgestattet. Außerdem verfügen sie über eine Voralarmierung: So erhält die Rezeption bereits dann eine Meldung, wenn der Melder kurz vor Auslösung steht. Unsere Kollegen am Empfang sehen beispielsweise: Melder auf Zimmer 325 hat 70 % seiner Ansprechschwelle erreicht. Dann können entweder die Rezeptionskräfte schnell das Zimmer begutachten oder die Haustechnik zur Überprüfung des Sachverhalts entsenden.

Henkler: Löst ein Rauchmelder auf einem der 328 Maritim-Zimmer aus, so kann die Ursache innerhalb von maximal 180 Sekunden durch die Hotel-Mitarbeiter erkundet werden. Wenn der Alarm aus einem Zimmer kommt, wo gerade Handwerker tätig sind, kann dieser bei einer Falschauslösung beispielweise durch Bohrstaub, innerhalb dieser Zeit zurückgestellt werden. Wird der Feueralarm allerdings nicht innerhalb der ersten 30 Sekunden quittiert, dann wird automatisch die im System hinterlegte Brandfallsteuerung abgespult. Diese ist je nach Etage oder nach Raumklassifizierung leicht differenziert, auf jeden Fall wird dabei immer unverzüglich die Feuerwehr alarmiert.

Klinkicht: Und diese ist glücklicher­weise sehr schnell bei uns. Die Vorgaben an das Personal unserer immer doppelt besetzten Rezeption lauten: Im Alarmierungsfall bleibt ein Kollege bei der Anlage an der Rezeption, der zweite Mitarbeiter kann erkunden gehen, ggf. einen Falschalarm belegen oder...

im schlimmsten Fall direkt Löschversuche mit den in den Fluren verbauten Wandhydranten oder Feuerlöschern beginnen. Wir bieten unseren Gästen außerdem eine Raucheretage, in denen spezielle Melder verbaut sind. Seit der Hoteleröffnung vor neun Jahren gab es noch keinen einzigen Falschalarm durch Zigarettenrauch nur einen durch eine Zigarre, aber da war das Zimmer auch schon etwas verqualmt.

Hoffmann: Die Brandmeldetechnik ist in den letzten Jahren einerseits immer feinfühliger, aber durch intelligente Auswertung in den Zentralen bzw. direkt im Melder anderseits auch immer sicherer gegen Täuschungsalarme geworden, womit die Zahl der Falschalarme absolut minimiert werden konnte.

Klinkicht: Wir haben auch Gäste, die sich auf den Zimmern einen Tee kochen oder bei geöffneter Badezimmertür länger heiß duschen. Wasserdampf ist eine besondere Herausforderung für Rauchmelder, da er wie Brandrauch aus großen, gut sichtbaren Partikeln besteht. Unsere modernen Brandmelder können aufgrund der Auswertung der Signale verschiedener Streulichtwinkel mittlerweile zwischen den sehr großen Wasserdampfpartikeln und den etwas kleineren Brandrauchaerosolen unterscheiden. Daher kam es bisher nur zu einem Vorfall, wo ein Voralarm durch einen duschenden Gast ausgelöst wurde.

Hoffmann: In der Pianobar im Erdgeschoss des Maritim durfte man vor einer Weile noch rauchen. Aus diesem Grund wurden dort Multisensormelder verbaut, die sowohl optisch als auch thermisch auf Brände reagieren. Das ist eine Absicherung gegen mögliche Falschalarme durch die oft höheren Mengen an Zigaretten- und Zigarrenrauch in der Luft. Im Atrium sind dann noch linienförmige optische Rauchmelder auf jeder dritten Etage angebracht, womit hier die Verdunkelung durch Brandrauch gemessen wird. Diese spezielle Technik ist aufgrund der Deckenhöhe nötig gewesen, da sonst ein Brand z.B. im ersten Obergeschoß viel zu spät durch Deckenmelder im Dach erkannt werden würden.

Dann kommen wir doch von der Branderkennung am besten gleich zur Brandbekämpfung. Wie lösen Sie dieses Thema, welche Tipps haben Sie für unsere Leser?

Henkler: Das gesamte Hotel ist gesprinklert – also mit automatischen Wasserlöschern versehen. Ein besonderer Tipp für die Sicherheitsverantwortlichen im Facility Management: Die Garderobe ist eine Gefahrenquelle, die oft übersehen wird. Bei Veranstaltungen von mehreren tausend Leuten sammelt sich dort eine enorme Brandlast an.

Klinkicht: Deswegen verfügt unsere Garderobe im Internationalen Congress Center über ein besonders dichtes Sprinklernetz, und bei jeder größeren Veranstaltung wird hier auch eine eigene Brandwache der Berusfeuerwehr Dresden abgestellt. Noch ein wichtiger Tipp für Hotels mit einen Saunabereich: Falschauslösungen von Sprinklern und daraus resultierende Wasserschäden sind naturgemäß kritischer sind als ein Falschalarm eines Brandmelders. In unserem Hotel wurde bisher ein einziges Mal ein Sprinkler ausgelöst – der Grund war eine offenstehende Saunatür. Nachdem genug heiße Luft aus der Kabine nach draußen gedrungen war, löste der vor der Sauna platzierte Sprinkler aus. Zum Glück ist unser Saunabereich  gefliest, so dass das Wasser gut ablaufen konnte. Wir haben reagiert, indem wir die Auslösetemperatur des Sprinklers von 68°C auf 93°C erhöht haben. Seitdem ist auch im Saunabereich nichts mehr passiert.

Und wenn doch einmal evakuiert werden muss?

Klinkicht: Sehr hilfreich ist die automatische Sprachalarmierung. Alles an Sicherheitstechnik im Gebäude ist automatisiert, auch die Evakuierung. Zunächst evakuieren wir die betroffene Etage sowie die darüber und darunter. Die Feuerwehr, die innerhalb von spätestens fünf Minuten bei uns ist, entscheidet dann mit der Direktion, bzw. dem verantwortlichem Manager, ob auch noch zusätzliche Etagen evakuiert werden müssen. Mit dieser Vorgehensweise vermeiden wir eine Massenpanik. Laut Geschäftsführung führt eine vollständige Evakuierung im Brandfall nur die Feuerwehr durch, die wie gesagt innerhalb von wenigen Minuten im Maritim ist.

Henkler: Die Wichtigkeit einer Sprachalarmanlage belegt unter anderem die Brandkatastrophe am Düsseldorfer Flughafen im April 1996. Da es damals keine standardisierte Alarmierung gab, fuhren Menschen aus nicht betroffenen Bereichen mit dem Aufzug in wahre Flammenhöllen hinein. Ganz simple Alarmierungsmechanismen hätten hier einige der 17 Toten retten können.

Hoffmann: Aus der Historie heraus waren die Brandschutzvorgaben in Deutschland bis in die 2000er Jahre hinein eher auf bauliche Maßnahmen konzentriert. In anderen Ländern übliche technische Lösungsansätze, wie automatische Brandmelde- und Löschanlagen, kamen erst im größeren Umfang danach zum Durchbruch. Sicher auch ein Ergebnis der Globalisierung und dem Einfluss von insbesondere amerikanischen Firmen und dessen Versicherungen.

Ein besonders kritischer Bereich für Brandschützer ist ja auch immer die Küche…

Klinkicht: Genau, in unserer Küche werden am Tag bis zu 600 Frühstücke zubereitet. Im Internationalen Congress Center werden aber auch schon mal Speisen für mehrere tausend Personen zubereitet. Man kann sich denken, wie viel hier mit Elektrik und Hitze gearbeitet wird – zwei Faktoren, die Brandschutzverantwortliche bekanntlich immer sofort aufhorchen lassen. Natürlich ist der Küchenschutz für uns ein ganz wichtiger Aspekt.

Hoffmann: In die Küche im Südteil des Maritim Hotels sind spezielle Brandmelder eingebaut, so genannte Thermodifferenzialmelder. Technik, die auf Rauch und somit insbesondere auf die Störgröße Wasserdampf reagiert, ist in einer Küche ja naturgemäß nicht sinnvoll. Diese Melder messen neben der absoluten Temperatur auch die Anstiegsgeschwindigkeit jeglicher Temperaturänderungen – und toi, toi, toi, trotz des Kochens gab es hier keine Falschalarme während des Betriebes. Die Technik ist mittlerweile enorm präzise eingestellt.“

Klinkicht: „Einen Teil der Küche schützen wir mit unseren bewährten Sprinklern. Die Friteuse und der Herdbereich dagegen verfügen natürlich über eine automatische Fettbrand Löschanlage, die in der Abzugshaube integriert ist und bei Bedarf auch manuell ausgelöst werden kann.“

Klinkicht: „Und eine Information am Rande, eine wichtige Maßnahme, die in vielen Küchen gerne übersehen wird: Die Auslösung der Fettbrand Löschanlage schaltet unverzüglich auch den Strom für alle Wärme erzeugenden Geräte in der Küche ab. Kurz noch zum Baulichen: Die Küche ist gegenüber allen angrenzenden Wohnbereichen und auch zum Restaurant hin F90-abgeschottet, das heißt, im Brandfall stoppen diese Wände das Feuer mindestens 90 Minuten lang. Natürlich verfügt das Maritim außerdem über zahlreiche Brandschutztüren, die im Ernstfall automatisch schließen – für Flüchtende sind sie per Paniköffnung beziehungsweise Nottaster jederzeit zu öffnen – und verhindern, dass Feuer oder der noch schnellere Rauch in anderen Bereiche vordringen. Auch die Abluftkanäle aus der Küche haben wir mit einer speziellen Abschottung versehen – das ist ganz entscheidend wegen des Fettanteils in der Küchenluft. Dieser Fettanteil ist ebenfalls brennbar. Deswegen achten wir auch äußerst penibel auf eine regelmäßige Reinigung der gesamten Fettabluftanlage - hier wäre ein Kanalbrand ein absoluter Albtraum.“

Jetzt haben wir viel zum technischen und baulichen Brandschutz gehört – wie sieht es mit organisatorischen Bereich aus?

Klinkicht: „Ein kurzer Hinweis abschließend zum baulichen Vollschutz: All unsere verlegten Teppiche haben die Stoffklasse B1, sind also schwer entflammbar. Nun zum organisatorischen Brandschutz - ein entscheidender Teil hier ist die Anlagenwartung: Unsere Techniker machen einen täglichen Rundgang durch alle Zentralen, wie beispielsweise die Sprinklerzentrale, die Lüftungszentralen etc. Sie achten auf ungewöhnliche Geräusche oder ungewöhnliche Wärmeentwicklung oder auch Gerüche. Alle unsere Mitarbeiter sind darauf geschult, auf Brandgefahren zu achten und diese unverzüglich zu melden bzw. gleich zu verhindern. Ganz wichtig ist mir vor allem auch Brandschutztüren von jeglichem möglicherweise blockierenden Material freizuhalten. So werde ich auch schnell ungemütlich, wenn ich doch mal einen Staubsauger oder einen Wagen entdecke, der mal kurz in einer Tür abgestellt wurde. Apropos Brandlast: Aus diesem Grund legen wir für alle Veranstaltungen in unserem Atrium immer eine klar vorgegebene Bestuhlung fest. Es darf auch beispielsweise kein größerer Weihnachtsbaum im Maritim aufgestellt werden, auch wenn das toll aussehen würde.“

Hoffmann: „Der würde nicht nur die Brandlast unzulässig erhöhen, sondern im Ernstfall auch sehr schnell für eine Brandausbreitung über viele Geschosse sorgen und die für eine saubere Entrauchung nötige Luftdurchströmung behindern.“

Klinkicht: „Ganz besonders sensibilisiert sind wir auch bei Veranstaltungen im Atrium. Hier ist kein offenes Feuer erlaubt, natürlich herrscht auch Rauchverbot im Haus außer in den dafür ausgewiesenen Zimmern. Wir hatten bei Veranstaltungen auch schon Anfragen für Feuershows oder für Schaukochen mit Feuer – das konnten wir in dieser Räumlichkeit nicht ermöglichen. Es gab  aber durchaus schon Veranstaltungen, bei denen wir je nach Konzept, die Brandmeldeanlage teilweise in Revision genommen haben. Dafür waren dann aber auch extra zwei Kollegen der Berufsfeuerwehr Dresden als Brandsicherheitswache im Haus. Für eine dieser Veranstaltungen, einer Lasershow, hatten wir sogar den Fall, dass kein einziger Melder durch den künstlich erzeugten Nebel auslöste. Das zeigt, wie ausgereift die Technik mittlerweile ist.“

Eine Herausforderung an die Sicherheitsverantwortlichen im Hotel- und Gastgewerbe ist auch der häufige Einsatz von Leih- oder Fremdarbeitern. Wie beurteilen Sie diesen Umstand in Ihrer Branche?

Klinkicht: „Ja, der generelle Trend zu Leiharbeitern und zur Objektbetreuung durch ein externes Facility Management – in beidem Fall also Leute, die mit den Sicherheitsanlagen vor Ort dann nicht mehr perfekt vertraut sind – ist aus Brandschutzsicht natürlich problematisch. Zum Glück setzt das Maritim-Management aber sehr stark auf eigenes Personal. Das hilft uns aus Sicherheitsaspekten sehr. Ein bis zweimal im Jahr führen unsere Partner von der Feuerwehr Dresden auch für Gruppen von bis zu 15 Personen operativ-taktische Schulungen direkt im Hotel durch. Zusätzlich schulen wir  neu eingestellte Mitarbeiter sofort und alle Mitarbeiter regelmäßig. So haben wir dank der Grundsätze unseres Managements schon mal eine Brandsorge weniger.“

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