Trotz geringer Auslastung: Sauberes Trinkwasser dank Spülplan ­ und „Impfung“ im Postbank-Turm

Herausforderungen an die Gebäudetechnik 

Vor Beginn der Pandemie arbeiteten gut 1.000 Mitarbeiter auf 18 ­Etagen im Postbank-Turm im Essener Südviertel. Doch mit Corona und Home­office wurde es leer im höchsten Gebäude. Das denkmalgeschützte
Gebäude allerdings verfügt über ein weit verzweigtes Rohrleitungssystem in dem Legionellen und Bakterien grundsätzlich gute Chancen, sich in unzureichend durchflossenen Bereichen zu vermehren. Damit die Gesundheit der Angestellten nicht gefährdet wird, entschied man sich für einen dreiteiligen Maßnahmenkatalog inklusive des zeitlich begrenzten Einsatzes einer mobilen Vor-Ort-Desinfektionsanlage.

Die Verantwortlichen hatten vorgebaut und präventive Maßnahmen ergriffen: Im Postbank-Gebäude hatte man das in die Jahre gekommene Trinkwasser-Rohrnetz in den Jahren 2014 ­
bis 2017 saniert und einen Großteil der alternden Kupferbestände ersetzt. Dennoch ergab eine Wasserprobe bei den jährlich durchzuführenden Trinkwasseranalysen an einer Zapfstelle einen Legionellenwert über der Toleranzgrenze.
Auf Anweisung des Gesundheitsamtes führte ein Sachverständiger eine Gefährdungsanalyse durch, bei der weitere Mängel am Trinkwasser-Rohrnetz festgestellt wurden. Zudem betrug die Wassertemperatur...

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