Sauberer Konzertgenuss in der Hamburger Elbphilharmonie

Hanseatische Herausforderung für die Reinigung

Die Elbphilharmonie ist Hamburgs besonderes Konzerthaus an einer der exponiertesten Lagen des Hafens. Seit seiner Eröffnung im Januar 2017 begeistert das architektonische Meisterwerk Musikfans und Besucher aus aller Welt. Das herausragende künstlerische Programm, aber auch der Gesamteindruck des Hauses machen jeden Konzertbesuch zu einem besonderen Erlebnis. Dafür, dass die Besucher jeden Tag im wahrsten Sinne „sauberen Konzertgenuss“ erleben, sorgt das Team von Piepenbrock.

An drei Seiten von Wasser umgeben und an der westlichen Spitze der Hafencity gelegen, ragt die Elbphilharmonie an ihrem höchsten Punkt 110 m in den Himmel über der Elbe. Wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen auf den Wellen glitzern, ist das Leben im Konzerthaus bereits in vollem Gange.

„Dieses Haus schläft kaum jemals“, sagt Tom R. Schulz, Pressesprecher der HamburgMusik. Die HamburgMusik wurde als gemeinnützige GmbH von der Stadt Hamburg gegründet und ist mit der Gestaltung und Koordination des künstlerischen Programms von Elbphilharmonie und Laeiszhalle betraut.

„Irgendwo ist immer eine Probe, oder es finden Vorbereitungen für das nächste Konzert statt. Da müssen Instrumente auf- und abgebaut werden, es laufen Wartungsarbeiten, oder die Orgelzungen werden gestimmt. Hier ist immer etwas los.“

Gleiches gilt auch für die Reinigung. „Wir reinigen alles, was zum Konzerthaus gehört: den Kleinen und den Großen Saal, die Kaistudios, Künstlergarderoben, Foyers, aber auch die Büros, Waschräume, Treppenhäuser, Lagerräume und Keller“, erläutert Alla Giannaki, Objektleiterin bei Piepenbrock und für die Reinigung in der Elbphilharmonie verantwortlich. Neben der Unterhalts- und Glasreinigung sind Sonderreinigungen Teil des Leistungsportfolios.

Mehr als 30 Mitarbeiter gehören zum festen Personalstamm des Piepenbrock-Teams in der Elbphilharmonie. Die Reinigung der Innenglasflächen wird ebenfalls von ihnen ausgeführt.

Auf der 13. Etage der lichtdurchfluteten Foyers vor dem Großen Saal entfernen gerade die Piepenbrock-Mitarbeiter John Sarfo und Ali Ihsan Güclü Fingerspuren von den bodentiefen Fensterfronten. „Die Fenster mit ihren Chromelementen sehen so toll aus, die fassen die Besucher gerne mal an. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht einen der Mitarbeiter sehe, der gerade damit beschäftigt ist, Griffspuren wegzuwischen“, so Tom R. Schulz.

Bestimmte Bereiche wie die Büros werden täglich nach dem Leistungsverzeichnis gereinigt. Alles Weitere erfolgt nach Beauftragung, abhängig davon, welche Räume belegt waren. „In unserem Haus herrscht laufend Betrieb“, bestätigt Anne-Kathrin Wudtke, Leiterin Quality Management und Empfang in der Elbphilharmonie. „Es ist nicht so, dass wir abends ein Konzert haben, und dann ist wieder Ruhe bis zum nächsten Abend. Jeden Tag sind Hausführungen, der Publikumsverkehr auf der Plaza, Proben und Veranstaltungen – daher haben wir nicht nur die Reinigung am Morgen, sondern setzen auch immer Tageskräfte ein. Einige Konzerte gehen auch bis spät in den Abend, da sind die Reinigungskräfte auch dann noch vor Ort, damit sich unsere Gäste wohlfühlen.“ In der Regel sind die  zwischen 5:00 Uhr und 23:00 Uhr in der Elbphilharmonie im Einsatz. „Der Kunde kann Reinigungsleistungen aber sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag anfordern, abhängig von den Veranstaltungen“, sagt Gerlinde Schüle, Piepenbrock-Niederlassungsleiterin in Hamburg.

Bis zu 370 Konzerte pro Saison

Seit ihrer Eröffnung ist die Elbphilharmonie ein Besuchermagnet. Mehr als zwei Millionen Menschen haben bereits ein Konzert und rund zehn Millionen Besucher die Plaza, die kostenlos zugängliche Aussichtsplattform auf 37 m Höhe, besucht. Etwa 800 Konzerte präsentierte die Elbphilharmonie seit Januar 2017. „Wir machen so viele Konzerte wie möglich, das sind 360 bis 370 pro Saison“, so Schulz. Dazu kommt die Sommerbespielung mit bis zu 20 Konzerten verschiedenster Genres.

Die Lage an der Elbe ist nur eine von vielen Besonderheiten des Konzerthauses, das von vielen liebevoll „Elphi“ genannt wird. Insbesondere die Architektur birgt vielfältige Highlights. Basis des Gebäudes auf seinem schmalen, trapezförmigen Grundstück ist ein Backsteinsockel, der ehemalige Kaispeicher A aus den 1960er-Jahren, auf den bündig ein gläserner Neubau aufgesetzt wurde. Im Inneren der Elbphilharmonie befinden sich zwei Konzertsäle, ein Hotel mit 244 Zimmern, 45 Privatwohnungen sowie das Parkhaus, ein Restaurant und mehrere Bars. „Die Verbindung des alten, für Hamburg so typischen Backsteingebäudes mit dem etwas futuristisch anmutenden Glasaufbau bringt Alt und Neu zusammen und ermöglicht über die Architektur eine gleichzeitige Wahrnehmung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“, erläutert der Pressesprecher. Alle Säulen wurden so gesetzt, dass sie den Blick von der Außenplaza nicht beeinträchtigen. Auch bei der Bepflasterung der Plaza war Detailtreue wichtig. Nur fünf Arbeiter verlegten die mehr als 140 000 Steine, um ein einheitliches Bild zu erreichen. „Interessant ist: Einige der Steine wurden bei der Herstellung im Brennofen deutlich dunkler als andere.

Anstatt diese zu Ausschuss zu erklären, verwendeten die Pflasterer sie als Stufenmarkierung der Treppen auf dem Weg zur Plaza. So wurde aus einer materialhaften Zufälligkeit das Maximum an ästhetischem Mehrwert gezogen“, erläutert Schulz. Die gläserne Fassade und das einer Welle nachempfundene Dach des Konzerthauses sind ebenfalls etwas Besonderes: Sie reflektieren das Sonnenlicht, spiegeln Wolken und Himmel wider und sehen so jeden Tag etwas anders aus. „Das Dach ist eben nicht einfach nur eine Betonfläche, dort sind 6 000 schimmernde Pailletten installiert. Manchmal, wenn die Sonne untergeht, liegt es da wie ein Himbeerbonbon“, schwärmt Schulz.

Klanglich meisterhaft

Das Herz der Elbphilharmonie ist der Große Saal, in dem 2.100 Zuhörer Platz finden. Als Weinbergsaal gestaltet, ermöglicht er eine Rundbespielung – die Ränge sind um die Bühne herum angeordnet und erstrecken sich über vier Etagen. Der Kleine Saal ist ein klassischer Schuhkarton: rechteckiger Grundriss, die Bühne an der schmalen Seite und gegenüber die 550 Sitzplätze. „Beide Säle haben schon aufgrund ihrer Architektur eine einmalige Ausstrahlung, die Zuschauer lieben sie“, sagt Schulz.

„Auch nach zwei Jahren sind die Konzerte im Großen Saal eigentlich immer ausverkauft. Er hat eine ganz eigene Atmosphäre und ist einfach sehr spektakulär.“ Für eine perfekte Akustik im Großen Saal sorgen 10 000 3D-gefräste Gipsfaserplatten, die sogenannte Weiße Haut. Im Kleinen Saal übernimmt eine gefräste Holzverkleidung diese Aufgabe. Die besondere Gestaltung stellt die Reinigung vor Herausforderungen. „Auf der Weißen Haut sammelt sich natürlich viel Staub an. Damit er das Klangerlebnis nicht trübt, muss er mit speziellen Staubsaugern abgesaugt werden“, erläutert Anne-Kathrin Wudtke. Zu den Sonderleistungen gehören darüber hinaus die Reinigung der Edelputzwände im Gebäude, der mundgeblasenen Kugelleuchten und der Polster in den Sälen sowie die Parkettgrundreinigung. „Die größte Herausforderung für die Reinigung sind die verbauten Materialien“, sagt Wudtke. „Der offenporige Holzboden, der Terrazzoboden in den Sanitärbereichen, die schwarzen Bartresen, auf denen man jedes Staubkörnchen sieht – das ist schon besonders.“ Aufgrund der architektonischen Besonderheiten des Gebäudes befinden sich die zu reinigenden Bereiche auf verschiedenen Etagen, Teilflächen sind schwer zu erreichen, und die benötigten Reinigungstextilien müssen von außerhalb angeliefert werden. „Durch den besonderen Aufbau der Elbphilharmonie und die Beschaffenheit des Bodens führen wir daher ­nahezu alle Arbeiten manuell durch“, ­erläutert Objektleiterin ­Giannaki.

Als Hamburger Kulturwahrzeichen und Prestigeobjekt stellt die Elbphilharmonie höchste Ansprüche an die Sauberkeit. Jeder Bereich des Hauses muss die gleichen hohen Standards erfüllen. „Die Sauberkeit ist ein ganz wesentlicher Wohlfühlfaktor für alle und immens wichtig für unsere Außendarstellung“, betont Wudtke. „Egal, um welchen Raum es sich handelt, alles muss perfekt sauber sein, da gibt es keinen Spielraum.“ Weil es immer mal kurzfristige Änderungen oder Sonderveranstaltungen bis hin zum Dreh eines Hollywood-Films gibt, muss das Team sehr flexibel sein. „Mir ist wichtig, dass ich der Objektleitung, den Vorarbeitern und jedem einzelnen Mitarbeiter vertrauen kann, dass sie das Haus wertschätzen und es gut behandeln“, sagt Wudtke. „Das funktioniert wirklich super. Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung unserer Piepenbrocker und ich möchte mich auch bedanken, dass das hier im Haus so hervorragend funktioniert.“

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