Facility-Service-Unternehmen wachsen trotz schwacher Konjunktur

Die Facility-Service-Unternehmen in Deutschland wachsen im vierten Quartal 2023 um 8,9 Prozent. Die Prognosen für 2024 fallen mit einem Plus von durchschnittlich 8,1 Prozent ebenfalls positiv aus. Die Unternehmen trotzen somit weiter der schwachen gesamtwirtschaftlichen Konjunktur. In der aktuellen Krise in der Immobilienwirtschaft sehen die Service-Unternehmen sowohl Herausforderungen als auch Chancen: 70 Prozent erwarten Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell.

Das sind Ergebnisse des aktuellen Konjunkturindex Facility Service, der von dem auf Real-Estate-Services spezialisierten Research- und Consulting-Unternehmen Lünendonk & Hossenfelder veröffentlicht wird.

Ungeachtet der anhaltenden großen Herausforderungen, wie der schwachen Gesamtkonjunktur, dem weiterhin anhaltenden Personalmangel und der allgemeinen Preisentwicklung, erreichen die Unternehmen ein Wachstum ihrer Belegschaften um durchschnittlich 4,4 Prozent. Besonders Anbieter von integriertem Gebäudemanagement wachsen überdurchschnittlich mit einem Umsatzplus von 13,3 Prozent und 6,8 Prozent mehr Personal. Auch kleinere Anbieter mit Jahresumsätzen unter 50 Millionen Euro wachsen mit 10,4 Prozent deutlich.

Immobilienkrise beeinflusst das Geschäftsmodell von Facility-Service-Unternehmen

Die Facility-Service-Unternehmen spüren die Auswirkungen der Krise in der Immobilienbranche. Jeder fünfte Anbieter meldet einen hierdurch bedingten Rückgang von Umsatz und Nachfrage. Von einem höheren Preis- und Leistungsdruck ist jedoch nur jedes zehnte Unternehmen betroffen. Neben diesen Herausforderungen sehen die Unternehmen aber auch Chancen in der Krise, unter anderem für innovative Service-Konzepte.

Thomas Ball, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder, kommentiert: „Die Stimmung unter den Facility-Service-Unternehmen ist trotz der schwierigen Konjunktur weiter positiv. Viele Dienstleister befassen sich aktuell mit neuen Technologien und Geschäftsmodellen und passen ihr Leistungsangebot an den sich verändernde Rahmenbedingungen an. Wir freuen uns, dass die seit nun einem Jahr veröffentlichten Daten zur Stimmung im Markt auf große Nachfrage stoßen.“

Methodik und Bezug

Die vierte Analyse des Konjunkturindex Facility Service basiert auf den Angaben von 35 Facility-Service-Unternehmen in Deutschland und ist mit freundlicher Unterstützung von BayernFM, ISS und Wackler entstanden. Der Konjunkturindex ergänzt die umfassenden Lünendonk-Marktstudien, die mit detaillierten Marktstrukturinformationen jeweils Mitte des Jahres erscheinen, um aktuelle Quartalsentwicklungen. Der Konjunkturindex zum vierten Quartal 2023 sowie die vorherigen Ausgaben stehen ab sofort kostenfrei unter www.luenendonk.de zum Download zur Verfügung.

x

Thematisch passende Artikel:

Lünendonk Konjunkturindex: Facility-Service-Unternehmen wachsen

Die Facility-Service-Unternehmen in Deutschland steigerten im ersten Quartal 2023 ihren Umsatz um durchschnittlich 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Verglichen mit dem vierten Quartal...

mehr
Ausgabe 03/2023

Lesestoff für Facility Manager

Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland wachsen im ersten Quartal 2023 um durchschnittlich 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit steigen die Umsätze...

mehr
Ausgabe 01/2011 Alles in allem ein gutes Jahr!?

Der (FM) Jahresrückblick 2010

Die aktuelle Lünendonk-Liste der 25 größten FM-Anbieter zeigte deutlich, welche Auswirkungen die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise auf die Branche hatte. Und hier zeigte sich, dass in Summe die...

mehr

Lünendonk-Studie zum deutschen Sicherheitsmarkt

Deutschlands Sicherheitsdienstleister zählen 260.000 Beschäftigte und erwirtschafteten im Jahr 2020 einen Umsatz von 9,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich...

mehr

Lünendonk-Liste 2013: FM-Branche wächst, aber nicht so schnell wie erwartet

Hierbei beeinflussten vor allem die Rückgänge in Ausrüstungs- (-4,8%) und Bauinvestitionen (-1,5%) das Geschäft der FS-Dienstleister (Quelle: Reuters). Da die FM-Branche postzyklisch agiert,...

mehr