Branchenkodex für Corporate Real Estate Management

In einer gemeinsamen Initiative haben der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA), CoreNet Global (CNG), BASF Corporate Real Estate, Bayer Real Estate, Daimler Real Estate, Deutsche Telekom und Siemens Real Estate (SRE) den ersten Branchenkodex für das Corporate Real Estate Management (CREM) in Deutschland entwickelt.

 

Der neue CREM-Kodex enthält 13 Grundsätze, die neue Standards etablieren und die Professionalisierung der CREM-Organisationen von Unternehmen vorantreiben soll. Dabei geht es um Verantwortung, ethische Werte, Professionalität und Nachhaltigkeit sowie um die Mitarbeiter, deren Motivation und Anforderungen an Arbeitswelten- und Plätze.

 

Dr. Zsolt Sluitner, CEO Siemens Real Estate und Präsidiumsmitglied des ZIA: „Die Unternehmen, die sich dem Kodex verpflichten, leisten einen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz, zur nachweislichen Steigerung der Effizienz, zur Risikominimierung und zur Lieferung von messbaren Erfolgen und Benchmarks für die Branche.“

 

Dr. Thomas Glatte, Präsident von CNG in Central Europe sowie Vorsitzender der ZIA-Plattform Corporate Real Estate, ergänzt: „Damit unterstützt der neue Kodex Unternehmen in Deutschland, dem Corporate Real Estate Management den Stellenwert zu geben, der ihm aufgrund seiner hohen volkswirtschaftlichen Bedeutung und seiner Rolle für den Unternehmenserfolg zukommt.“

 

Obwohl viele Unternehmen einen nennenswerten Immobilienbestand – Corporate Real Estate umfasst mit ca. 3 Billionen Euro ein Drittel des Immobilienvermögens der deutschen Volkswirtschaft – ausweisen, wird der Werthebel, der durch ein ganzheitliches betrieblichen Immobilienmanagements entsteht, unterschätzt. In nur ca. der Hälfte der deutschen Großunternehmen und einem Drittel der mittelständischen Unternehmen existieren Strukturen im Bereich des CREM. Beispielsweise kann durch ein optimiertes CREM, die Arbeitsproduktivität der Mitarbeiter um ca. 13 Prozent gesteigert werden. Würde dieses Potenzial ausgeschöpft werden, könnten damit rund 178 Milliarden Euro frei gesetzt werden. Immobilienkosten stellen nach den Personalkosten, meistens den zweithöchsten Ausgabeblock in den Unternehmen dar. Durch ein effizientes CREM ließen sich diese Kosten langfristig besser steuern. Zu diesen Ergebnissen kommt die erst kürzlich veröffentliche Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Corporate Real Estate in Deutschland.

 

Die Ziele des ersten deutschen CREM-Kodex:

 -der Property-Welt die Inhalte, Zielsetzungen und den Bedarf der Unternehmen verständlich näher zu bringen und damit deren Bedeutung stärker ins Bewusstsein zu rücken,

-durch die Etablierung von Grundsätzen die weitere Professionalisierung der CREM-Organisationen von Unternehmen voranzutreiben,

-Entwicklung einer gemeinsamen Sicht auf künftige Bedarfsstrukturen der Unternehmen, dies entsprechend in den Markt zu kommunizieren, um so der Immobilienwirtschaft Impulse für bedarfsgerechte Angebote von Flächen und Services zu geben.

 

Der Grundsätze des CREM-Branchenkodex können heruntergeladen werden unter:

http://centraleurope.corenetglobal.org/resourcecentre1/new-item

 

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