FM im Interview mit Arnulf und Olaf Piepenbrock über die INservFM

Den Bekanntheitsgrad erhöhen

Arnulf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co. KG, ist neuer Vorsitzender des Ausstellerbeirats der INservFM. Damit übernimmt er die Position von Bernd Romanski, der aufgrund einer beruflichen Veränderung den Vorsitz Mitte November 2015 abgegeben hat.

Was erwartet uns auf der INservFM?

Arnulf Piepenbrock: Die bisherige Branchenleitmesse „Facility Management“ wird um das Thema Industrieservices erweitert. Ziel ist es, die INservFM in Frankfurt als Leitmesse in der D-A-CH-Region zu etablieren. Wir sprechen hausintern von einer Hochzeit, da mit den beiden sich ergänzenden Themen zusammenkommt, was zusammengehört. Die neue Plattform wurde in enger Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden GEFMA und WVIS  sowie der Messe Frankfurt konzipiert. Man muss vorweg sagen, dass es sich um einen ersten Aufschlag mit kurzer Vorlaufzeit handelt. Von daher dürfen wir von der Ausstellerseite zunächst nicht zu viel verlangen. Es muss uns aber gelingen, in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich über 100 Aussteller nach Frankfurt zu locken.

Sie sind neuer Aussteller­beiratsvorsitzender. Wie kam es dazu?

Arnulf Piepenbrock: Wir als Familienunternehmen sind einer der dienstältesten Aussteller. Die Branchenleitmesse ist eine wichtige Plattform für uns, um Kunden zu gewinnen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben und in Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern zu treten. Wir sind außerdem Gründungsmitglied der Möglichmacher und wollen den Bekanntheitsgrad des Themas FM erhöhen – dazu gehört einfach eine starke Leitmesse. Weil ich mich seit langer Zeit dafür engagiere, übernehme ich gerne Verantwortung.

Was halten Sie von der Zusammenführung der Themen Facility Management und Industrieservices?

Olaf Piepenbrock: Wir können uns gut mit der neuen Konstellation identifizieren, denn Piepenbrock gehört laut Lünendonkliste bei beiden Themen zu den führenden Anbietern. GEFMA-Schätzungen zur Folge umfasst der Facility-Management-Markt ein Volumen von 130 Mrd. €, was einem Anteil von 5 % am Bruttoinlandsprodukt entspricht. Addiert man das geschätzte Industrieservice-Volumen, kommt man auf die stattliche Summe von 150 Mrd. €. Die tatsächlichen Umsätze der Anbieterseite zeichnen ein anderes Bild: Es besteht eine riesige Lücke zwischen dem eigentlichen Bedarf und dem, was wirklich durch Dienstleister umgesetzt wird. Daraus lässt sich auch schließen, dass eine Intransparenz besteht. Eine Dienstleistungsmesse eignet sich da sehr gut, um sich sachkundig zu machen und dieses Defizit auszumerzen.

Welche Maßnahmen müssen von der Messe und den Ausstellern ergriffen werden, um neue Besucher nach Frankfurt zu locken?

Arnulf Piepenbrock: Die großen Auftraggeber beschäftigen sich bereits professionell mit Themen Facility Management und Industrieservices. Aber es gibt auch eine Vielzahl von Unternehmen in Deutschland, die sich bislang noch gar nicht mit der Fremdvergabe dieser Leistungen auseinandersetzen. Was steckt dahinter? Welche Synergien lassen sich erzielen? Wir Anbieter müssen Flagge zeigen. Die Messe lebt von aktiven Ausstellern und nicht von den Abwartenden, die nur beobachten, was passiert.


Olaf Piepenbrock: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die fachliche Seite. Daher ist ein separater Instandhaltungskongress erarbeitet worden, der unterschiedliche Fachthemen beleuchtet. Das wird von den Besuchern gefordert, denn sie möchten nicht nur die Messe besuchen, sondern auch die Möglichkeit nutzen sich fortzubilden. Das wird die neue INservFM ermöglichen.

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