Standpunkt

ESG im Zeichen der 'Digitalen Transformation'

Inzwischen müssen fast alle Unternehmen mit dem Eintritt der Corporate ­Sustainability Reporting Directive ­(CSRD) schon bald nachhaltigkeitsbe­zogene Informationen offenlegen. Dabei ­betrifft dies aufgrund der Ausweitung des Anwendungsbereichs nicht mehr nur ­große, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen. Die gesetz­lichen Verpflichtungen zur Auskunft ­gelten zwar erst ab 2024, müssen aber rückwirkend bereits für das Jahr 2023 angewendet werden und in den Lagebericht miteinfließen. Deshalb sollten sich die jeweiligen Unternehmen frühzeitig mit den bevorstehenden Veränderungen auseinandersetzen, um ihren Verpflichtungen rechtzeitig nachkommen zu können. 

Hinzu kommen die ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance; ­
in etwa: ökologisch, sozial und ethisch) deren Einhaltung in den letzten Jahren zu einer absoluten Pflicht für alle Unternehmen und Organisationen geworden ist. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen haben sich in der letzten Zeit eine ganze Reihe weiterer gesellschaft­licher Anforderungen durchgesetzt, die einzuhalten sind.

Es ist offensichtlich, dass die Einhaltung der ESG-Kriterien intrinsisch und unmittelbar mit der Digitalen Transformation in jeder Organisation eng verknüpft ist, da das gesamte diesbezügliche Berichtswesen auf verlässlichen Daten und aussagefähigem Reporting fußt. Dies ­betrifft die Bereiche Asset LifeCycle ­Management, Corporate Real Estate Management, industrielle Instandhaltung und Facility Management im Besonderen. Da es sich bei den Immobi­lien und technischen Anlagen um die mitunter wichtigsten monetären Assets in Unternehmen und Organisationen handelt, stehen diese im speziellen ­Fokus des ESG-Berichtswesens.

Zur Erfüllung der ESG-Anforderungen wiederum benötigt man im Zuge einer zielgerichteten Digitalen Transformation in Unternehmen und Organisationen ­eine hoch performante IT-Plattform, die natürlich über umfangreiche Methoden und Tools verfügt, um den Verantwort­lichen das Erfassen und Speichern der Daten sowie die Datenaufbereitung und Berichtserstellung signifikant zu vereinfachen. Zudem sollte diese IT-Plattform in vielen anspruchsvollen Projekten im In- und Ausland ihre Leistungsfähigkeit über Jahre hinweg bereits unter Beweis gestellt haben.

Die IT-Plattform muss eine hochflexi­ble Daten- und Informationsstruktur besitzen, damit alle wichtigen Informa­tionen, Daten und Nachweise zu den Liegenschaften, Gebäuden, technischen Anlagen oder sonstigen Installationen schnell, zielgerichtet und problemlos verwaltet werden können.

Typischerweise liegen die ESG-relevanten Informationen nicht nur an unterschiedlichen Orten, sondern auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten vor, was die Datenpflege bisher oftmals sehr aufwändig und unstrukturiert macht. Man kennt die Situation zur Genüge: Zum gewünschten Berichtszeitpunkt werden die vielfältigen Excel-Listen, in denen die Daten vorliegen, in mühevoller Handarbeit hin- und her kopiert, um die passenden Templates zu füllen – dies ist nicht nur überaus zeit- und kostenaufwändig, sondern zudem auch extrem fehleranfällig.

Um hier Abhilfe zu schaffen und den unterschiedlichen Datenquellen in den verschiedenen Unternehmensstandorten und jeweiligen Gebäuden Rechnung zu tragen, muss eine Vielzahl unterschied­licher Eingabemasken auf dieser IT-Plattform verfügbar sein. In diesen konfigurierbaren Dialogen können selbst ungeübte Nutzer schnell und einfach die wichtigen, ESG relevanten Daten mit wenigen Klicks erfassen. Da alle Daten zentral in der Datenbank vorgehalten werden, müssen sich die Anwender um das Zusammenführen der dezentral erfassten Daten keine Sorgen machen. Mit Hilfe der flexiblen Regelwerke können die Daten auf der IT-Plattform gemäß den gültigen Vorgaben aufbereitet oder umgerechnet werden. So lassen sich beispielsweise alle Ressourcenverbräuche vollautomatisch in die entsprechenden CO2-Equivalente umrechnen.

Zum Berichtszeitpunkt werden dann ­alle gesammelten und aufbereiteten Daten entweder direkt auf der IT-Plattform in das entsprechende Berichtstemplate ­eingebracht, oder an ein externes Reporting-Tool zur Berichtserstellung übergeben. Schon heute nutzen zahlreiche Unternehmen und Organisationen solche ­flexiblen Methoden, um ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichte mit revi­sions- und auditsicheren Daten zur ­regelgerechten ESG Erfüllung zu unterstützen.

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