Erst die Strategie, dann die KI
Künstliche Intelligenz verspricht auch im Facility Management schnellere Prozesse, bessere Entscheidungen und weniger Routinearbeit. Der Nutzen entsteht jedoch nicht durch das Etikett „KI“, sondern durch passende Anwendungsfälle, belastbare Daten und klare Verantwortlichkeiten. Wer die Technologie wie ein gewöhnliches Softwaremodul einführt, unterschätzt ihren probabilistischen Charakter und riskiert Projekte, die im Pilotstatus stecken bleiben.
Facility Manager arbeiten seit Jahrzehnten mit digitalen Systemen: CAFM, CAD, SAP, Tabellenkalkulationen oder Gebäudeleittechnik. Diese Anwendungen funktionieren im Kern deterministisch. Bei identischer Eingabe liefern sie dasselbe Ergebnis. Die Summenfunktion in Excel diskutiert nicht über das Resultat und überrascht am Montagmorgen auch nicht mit einer kreativen Neuinterpretation der Zahlen.
Generative KI arbeitet anders. Sprachmodelle berechnen auf Basis großer Datenmengen, welche Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit passt. Das Ergebnis kann überzeugend formuliert und dennoch falsch sein....
