20 Jahre RealFM
Seit zwei Jahrzehnten setzt sich Real FM e. V. für die Weiterentwicklung des Real Estate und Facility Managements in Deutschland ein. Der Berufsverband wurde am 13. November 2006 als Nachfolgeorganisation von IFMA Deutschland gegründet und versteht sich seither als Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und die Professionalisierung der Branche. Im Mittelpunkt stehen die Verbindung von Real Estate und Facility Management sowie die Gestaltung der Schnittstellen zwischen Eigentümern, Nutzern, Betreibern und Dienstleistern.
Zu den prägenden Meilensteinen zählen unter anderem die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Facility Management Austria und SVIT FM Schweiz unter dem Dach von FM3 sowie die Entwicklung praxisorientierter Arbeitsmittel wie des Funktions- und Leistungsmodells im Facility Management. Damit hat RealFM wichtige Impulse gesetzt, um Rollen, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen im Gebäudebetrieb klarer zu beschreiben und das Berufsbild weiter zu stärken.
In den kommenden Ausgaben lassen wir darum einige Protagonisten zu Wort kommen, und stellen wichtige Leitfäden der zurückliegenden Jahre vor.
Die RealFM-Leitfäden Instandhaltung
Von 2011 bis 2024 entwickelte RealFM seine Leitfäden Instandhaltung von einem ersten, mehrwertorientierten Instandhaltungskonzept über bauliche und integrierte Strategien hin zu einem vollständig digitalisierten, IT‑gestützten Planungssystem – und schuf damit ein einzigartiges, stetig wachsendes Standardwerk für die professionelle Instandhaltung im Facility Management.
Die RealFM‑Leitfäden Instandhaltung (2011–2024)
2011 – Der erste Leitfaden: Mehrwert statt Routine
Mit dem Leitfaden Instandhaltung 2011 veröffentlichte RealFM erstmals ein praxisorientiertes Regelwerk, das Instandhaltung nicht über starre Intervalle, sondern über tatsächlichen Mehrwert definiert. Kernidee: „Minimierung der Instandhaltungskosten unter Einbeziehung von Verfügbarkeit, Werterhalt und Wirtschaftlichkeit.“ Der Leitfaden enthielt erstmals eine Tätigkeitsmatrix und einen Leistungs- und Bewertungskatalog für gebäudetechnische Anlagen.
2013 – Fokus Baukonstruktion
Der Leitfaden Instandhaltung 2013 erweiterte den Ansatz auf die Baukonstruktion (KG 300/500). Schwerpunkte:
gesamtheitliche Betrachtung aller Bauelemente
Servicelevel A–C
praxiserprobte Entscheidungshilfen und Tätigkeitskataloge
Bewertung des baulichen Zustands
Damit entstand ein zweites, eigenständiges Werk für die bauliche Instandhaltung.
2017 – Der „Große Leitfaden“: Integration & Professionalisierung
Der Große Leitfaden Instandhaltung 2017 bündelte die Inhalte von 2011 und 2013 und entwickelte sie weiter. Neue Elemente:
Maintenance Performance Check (MPC) als Kerninstrument
rechtssichere Dokumentation
Musterdokumente & Checklisten
zyklusorientierte, dynamische Instandhaltung
Erstmals entstand ein vollintegriertes Gesamtwerk, das technische und bauliche Instandhaltung zusammenführt.
2024 – Der digitale Leitfaden: Instandhaltung im Zeitalter der Digitalisierung
Der Leitfaden digitale Instandhaltung 2024 überführt die bisherigen Erkenntnisse in die digitale Welt. Wesentliche Neuerungen:
Weiterentwicklung des MPC zum onlinegestützten Planungstool MPP (Maintenance Performance Planning)
Servicelevel & Performance Cluster digital anwendbar
digitale Musterdokumente und aktualisierte Tätigkeitsmatrix
klare Darstellung digitaler Strategien und ihrer Vor‑/Nachteile
Damit wird die Instandhaltung erstmals IT‑gestützt planbar und auswertbar.
Der aktuelle Leitfaden digitale Instandhaltung kann als Druckexemplar oder als digitale Version (PDF-Datei) über die RealFM-Homepage bzw. Geschäftsstelle bestellt werden (www.RealFM.de).
