FACILITY MANAGEMENT-Special „Sicherheit“

Lösungsorientierte Systeme

Im Oktober steht sie wieder an – die weltgrößte Messe für Sicherheit und Brandschutz, die Security 2008 in Essen. Grund genug in diesem FM-Special das Thema Sicherheit mit Produktinnovationen, Trends und Praxis­beispielen, wie dem der Adam Nord GmbH, aufzugreifen. Ende 2006 wurde die Großdruckerei im Airpark Rostock-Laage in Betrieb genommen. Zum Einsatz kam ein integrales, schlüsselloses elektronisches Schließkonzept. Dazu ein Interview mit Jens Ehlers, Ehlers Sicherheitssysteme Rostock und Vorsitzender des BSD, Bundesverband Sicherungstechnik Deutschland.

Die Ehlers Sicherheitssysteme, Ros­tock, erhielt den Auftrag für das integrale, schlüssellose elektronische Schließkonzept: Zum Einsatz kam eine „Omega Legic“-Schließanlage von CES. So konnten die Zutrittskontrolle und die über Mifare organisierte, vorhandene Zeiterfassung und Einbruchmeldetechnik sowie unterschiedliche Ansteuerungen von Automationen auf einem einzigen Datenträger zusammengeführt werden.
Die Unternehmensgruppe Adam hat die zunächst installierte mechanische Schließanlage nach kurzer Betriebsdauer von Ihnen gegen eine elektronische Anlage austauschen lassen. Was waren die Gründe?

Ehlers: Der Bauherr hatte hohe Ansprüche an Sicherheit, Flexibilität und Komfort der Anlage. Es stellte sich schon nach kurzer Betriebsdauer heraus, dass die ausgeschriebene mechanische Schließanlage diese Anforderungen nicht erfüllen konnte und vor allem dem geplanten weiteren Wachstum des Unternehmens und den damit verbundenen Veränderungen nicht gerecht werden konnte.


Welche Anforderungen waren das?

Ehlers: Die Organisation der Schließanlage und der Zylinder sollten jederzeit geändert werden können. Hohe Sicherheit und Flexibilität bei Schlüsselverlust waren gefordert. Türen, Automatiksteuerungen, Einbruchmeldeanlage, Zeiterfassung und Zutrittskontrolle sollten mit nur einem Medium bedient werden. Außerdem sollte die Anlage Erweiterungsoptionen bieten. Ein wichtiges Entscheidungskriterium für den Bauherrn war auch das abgestufte Sicherheitskonzept mit Masterkarten, das die Anlage bietet. Die Zutrittsrechte werden am PC an einer Betriebsstelle verwaltet. Die Haustechnik ist im Besitz des Service- und Programmiergerätes, kann aber Änderungen von Rechten an der Hardware, d.h. an den Zylindern, nur dann vornehmen, wenn für diese Transaktionen die Masterkarte ausgehändigt wurde.

Eine weitere Bedingung war die Verfügbarkeit von verschiedenen Bauformen für die unterschiedlichen Einsatzgebiete, d.h. Doppelknaufzylinder, Türbeschlag und Wandleser. Auch die hohe Betriebssicherheit sprach für die Anlage: Die Zylinder bieten mit dem Leuchtring im Knauf eine gute optische Signalisierung bei Buchungen. Außerdem gibt es durch die flexibel einsetzbaren Systemkomponenten weder Einsatzbeschränkungen an vorhandenen Brandschutztüren und -toren, noch bei Flucht- oder Rettungswegen. Und auch das sehr differenzierte und flexible Rechtemanagement für Zutritte der ­Mitarbeiter ist ein wichtiger Vorteil.

Welche Konzepte gibt es für Notsituationen?

Ehlers: In Notsituationen kommt ein Konzept zum berechtigten Zugriff auf den Generaltransponder zum Einsatz. Hierfür wurden elektronische Edelstahldepots installiert. Sie sind mit den Zeit­erfassungsterminals online verbunden und ermöglichen autorisierten Mitar­beitern über eine Sondertaste jederzeit den kontrollierten und sofort dokumentierten Zugriff auf den Generaltransponder. Für die Feuerwehr wurde der heute übliche Schlüsseltresor eingebaut.

Die Planung und Realisierung einer umfangreichen elektronischen Schließanlage stellt hohe Anforderungen an den beratenden Fachpartner. Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?

Ehlers: Wir sind ein mittelständiges Unter­nehmen, spezialisiert auf die Sys­tem­­integration von Zutrittssteuerungen, Zeiterfassung, Besuchermanagement in Verbindung mit mechanischen- und automatischen Verschlusskomponenten.Von der Gefährdungsanalyse, über Be­ratung und Projektentwicklung bis zur Installation und Support ist das ein sehr breites Spektrum. Wir beraten Planer und Architekten genauso wie Bauher­ren, FM-Unternehmen oder Generalunternehmer über effiziente und innovative Lösungen mit hoher Investitionssicherheit.

Wir wollen uns durch hohe Fachkompetenz und die Erarbeitung innovativer Lösungen auszeichnen. Hierzu führen wir die leistungsfähigsten Produkte unterschiedlicher Lieferanten zu einer jeweils einzigartigen kundenspezifischen Gesamtlösung zusammen. Bestandteil dabei ist auch die gesamte Schnittstellenplanung und Koordinierung mit ­An­-schlussgewerken.“






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