Justizdienstleistungen als Pilotprojekt
Bei der Realisierung einer Haftanstalt JVA Burg liegt erstmals in Deutschland von der Planung über den Bau und die Finanzierung bis zum Teilbetrieb über eine langjährige Vertragslaufzeit der Großteil der nichthoheitlichen Dienstleistungen sowie Bewirtschaftungsaufgaben komplett bei dem privaten Konsortium. Bei der Anstalt in Sachsen-Anhalt handelt es sich um ein PPP-Pilotprojekt (Public Private Partnership), das von der bundesweit tätigen Dienstleistungsgruppe Kötter Services und der Bilfinger Berger Project Investments GmbH realisiert wird. Die Betriebsphase für die JVA mit 650 Haftplätzen erstreckt sich über 25 Jahre. Im Rahmen des Teilbetriebs der vollzuglichen und allgemeinen Dienst- und Betriebsleistungen werden Kötter-Mitarbeiter unter Kontrolle der JVA-Bediensteten zahlreiche nichthoheitsrechtliche Hilfs-, Versorgungs- und Betreuungsaufgaben erfüllen. Die öffentliche Hand profitiert davon, dass die Bediensteten von einer Vielzahl von Versorgungsaufgaben entlastet werden und sich somit eher auf die Sicherungs- und Kontrollaufgaben sowie die Resozialisierungsarbeit konzentrieren können. In der Dienstorganisation fallen krankheits- oder urlaubsbedingte Schwankungen weg, da bei Personalausfällen stets geschulter Ersatz gestellt werden kann. Auch für die regionale Wirtschaft um die JVA Burg zahlt sich das Engagement von Kötter aus, da 100 neue Arbeitsplätze entstanden sind sowie eine Vielzahl von Aufträgen an regionale Anbieter vergeben wurden. Ab Sommer 2009 wird Kötter Justizdienstleistungen mit der JVA Offenburg in einer weiteren Haftanstalt tätig werden. Das Unternehmen übernimmt auch hier nichthoheitliche Aufgaben in der ersten teilprivatisierten Justizvollzugsanstalt Baden-Württembergs.
Kötter GmbH & Co. KG
45307 Essen
Tel.: 02 01/2788-3 88
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