Frühlingsstimmung erfasst die Immobilienwirtschaft

Das umfragebasierte Immobilienklima, Indikator der Branchenstimmung, verzeichnet in der März-Befragung des monatlich erhobenen King Sturge Immobilienkonjunktur-Index einen deutlichen Anstieg von 6,5 % auf 90,0 Zählerpunkte (Vormonat: 84,6). Es erreicht somit seinen höchsten Wert seit August 2008 und nähert sich einem ausgeglichenen Stimmungsverhältnis von 100 Zählern. Der Anstieg basiert vor allem auf dem 8,5-prozentigen Wachstum des Investmentklimas, das mit 103,4 Zählerpunkten seinen höchsten Stand seit Beginn der Erhebung erzielt (Vormonat: 95,3). Damit beurteilen die befragten Marktteilnehmer erstmalig die Investitions- und Kaufchancen mehrheitlich positiv. Auch das Ertragsklima, zweiter Teilindikator des Immobilienklimas, erreicht mit einem Anstieg von 74,2 auf 77,2 Punkte seinen höchsten Wert seit dem Lehman-Crash im Herbst 2008. Im Einklang mit der optimistischen Branchenstimmung setzt auch die durch makroökonomische Fakten ermittelte Immobilienkonjunktur ihren Aufwärtstrend fort und liegt aktuell bei 172,7 Zählerpunkten.  
„Der zunehmende Optimismus der Marktteilnehmer scheint also berechtigt“, stellt Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland, fest. „Denn das Licht am Ende des Tunnels ist tatsächlich nicht mehr zu übersehen – auch wenn immer wieder mit Rückschlägen von Seiten der Finanzmärkte gerechnet werden muss. Ein rascher Aufschwung, besonders des Immobilieninvestmentmarktes, der von den Bankenproblemen besonders betroffen ist, wird wohl nicht erfolgen, auch nicht an den Nutzermärkten, die der allgemeinen Konjunktur zeitversetzt hinterherlaufen.“
 
Der Stimmungsaufschwung der befragten Marktakteure schlägt sich auch in der Bewertung der Segmente nieder. So verzeichnen die Gewerbeklimata für Büro- und Handelsimmobilien ein knapp zehnprozentiges Wachstum. Das Büroklima steigt im März um 9,5 % von 63,2 auf 69,2 Zählerpunkte. Damit erreicht es zwar seinen höchsten Stand seit September 2008, wird aber im Segmentvergleich nach wie vor am schlechtesten bewertet. Das Handelklima nähert sich mit 96,6 Punkten (Vormonat: 88,3) konsequent dem Schwellenwert 100, der ein ausgewogenes Stimmungsverhältnis anzeigt. Als sicherstes Segment firmieren weiterhin Wohnimmobilien, die bei einem marginalen Verlust von 0,2 % aktuell bei 131,9 Zählerpunkten liegen (Vormonat: 132,2).  
Die auf der monatlichen statistischen Auswertung von DAX, ifo, DIMAX und Zinsen beruhende Immobilienkonjunktur setzt im März ihren Wachstumstrend der vergangenen Monate fort und steigt um 2,4 %von 168,7 auf 172,7 Punkte. Damit nimmt sie in etwa das Niveau von Juli 2008 ein. „Hoffnung macht zudem, dass der Transaktionsmarkt nach der langen Phase der Zurückhaltung nun langsam wieder in Schwung kommt“, so Hettrich. „Die Rahmenbedingungen am Immobilieninvestmentmarkt bessern sich zwar noch etwas zögerlich, aber doch spürbar. Immerhin wurden im ersten Quartal bereits drei Großtransaktionen mit einem Volumen von rund einer Milliarde Euro getätigt.“

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