Open Plattform Videomanagement-Software macht Gebäude sicher und effizient

Smart und Sicher

Einbrecher kommen heimlich und leise. Sie dringen in Gebäude, Büros und Lagerhallen ein, wenn niemand sie sieht. Denken sie. Denn moderne Videomanagement-Systeme (VMS) schlafen nie! Mehr noch, in Verbindung mit IP-fähigen Kameras, Temperatursensoren und Bewegungsmeldern verwandeln sie Gebäude zu Smart Buildings, die potenzielle Risiken erkennen und entschärfen, bevor daraus eine Gefahr für das Gebäude und seine Nutzer wird. Egal, zu welcher Tageszeit.

Versucht sich beispielsweise ein Unbefugter mit einer dafür nicht autorisierten Zutrittskarte Zugang zum Werksgelände eines Unternehmens, dessen Bürogebäuden oder Lagerhallen zu verschaffen, meldet der Sensor des Kartenlesers dies an das Videomanagementsystem. Dieses schaltet die auf den entsprechenden Zutrittspunkt gerichtete Kamera auf den Monitor des Sicherheitspersonals und erlaubt diesem, genau im richtigen Moment zu reagieren. Gleichzeitig startet das VMS die angeschlossenen Netzwerkrekorder, um den Vorfall aufzuzeichnen.

 

Bilder und Biometrie

In Kombination mit einer Software zur Gesichtserkennung machen die Systeme Gebäude noch sicherer. Dann gewähren sie nur noch Personen Zutritt zu beispielsweise Appartmentblocks, Büros oder gesicherten Bereichen in Industriegebäuden, wenn der Abgleich der von einer Kamera aufgenommenen biome­tri­schen Erkennungsmerkmale der Person mit deren in einer Datenbank hinterlegtem Profil diese als zutritts­berechtigt ausweist. So finden Gesichtserkennungsprogramme im Fall eines Alarms in einem Gebäude oder Areal auch selbständig den Eindringling. Da für diesen – anders als für alle anderen gefilmten Personen – keine Gesichtsmerkmale abgespeichert sind. Auch nach ­einem Zwischenfall kann die Software nicht-autorisierte Personen eigenständig in den vorhandenen Videoaufnahmen identifizieren. Mitarbeiter des Wachpersonals müssen sich so nicht stundenlang Aufzeichnungen ansehen. Das Unternehmen spart sich dadurch Personalkosten. Was Gesichtserkennungsprogramme bei Personen können, leistet Software zur Kennzeichenerkennung an den Zufahrten zu Tiefgaragen und Parkplätzen bei der Identifikation von Fahrzeugen. Sie vergleicht deren Nummernschilder mit den in einer Personal- oder Lieferantendatenbank hinterlegten Autonummern und öffnet die Schranke nur für die Fahrzeuge, die eine Parkberech­tigung haben. Die Zeiten des Schlüssels aus Metall, den man vergessen und unbefugt nachmachen konnte, gehören dank Gesichts- und Kennzeichenerkennung der Vergangenheit an.

 

Künstliche Intelligenz
optimiert jedes Gebäude

Mit Hilfe intelligenter, selbstlernender Algorithmen und entsprechender Sensorik können Betreiber von Immobilien ihre Kameras und Videomanagement-Systeme auch dazu nutzen, den Energieverbrauch ihres Gebäudes sowie dessen Nutzungsmöglichkeiten zu optimieren. Intelligente Software erkennt beispielsweise Regelmäßigkeiten in den Temperaturdaten, die Wärmebildkameras in bestimmten Räumen aufnehmen. Wenn der Algorithmus diese Muster in Bezug dazu setzt, wann die Kamera in dem Raum auch Personen aufnimmt, kann er den Wärme- oder Kältebedarf des Raumes in Abhängigkeit von seiner zu erwartenden Nutzung selbst regeln. Künstliche Intelligenz kann auch die Uhrzeiten auswerten, zu denen Kameras in den einzelnen Räumen menschliche Aktivitäten aufzeichnen. In diesen Daten erkennt die Software Regelmäßig­keiten, mit deren Hilfe sie eigenständig die Belegung des Raums planen und die Temperatur sowie Lichtverhältnisse da­ran anpassen kann.

 

Sicherheit durch offene
Plattformen

Damit Videomanagement-Systeme all diese Anforderungen erfüllen können, müssen sie mit jedem angeschlossenen Gerät problemlos kommunizieren und mit jeder denkbaren Software kompatibel sein. Denn Smart Security entsteht, indem sich bislang isoliert genutzte Einzellösungen für die Gebäudesicherheit, den Brandschutz oder das Energiemanagement über Protokolle mit offenen Standards zu einem Technologienetzwerk verbinden. Das erleichtert das Handling, da die Mitarbeiter im Gebäudemanagement nun die bisher getrennten Systeme für Überwachungskameras, Zutrittskontrollen oder die Heizungs- und Lüftungstechnik über ein zentrales Dashboard bedienen können. Durch die Vernetzung aller Sicherheitssysteme auf einer Plattform steigt aber auch die ­Sicherheit des Gebäudes. Denn wenn ­alle Informationen an einer Stelle zusammenlaufen, kann das Sicherheits­personal im Notfall schneller reagieren. Außerdem erlauben es offene Videomanagementsysteme, Benutzern, genau die Komponenten ihrer Sicherheitsinfrastruktur an das VMS anzubinden, in
die sie entweder bereits investiert haben, oder die sie für ihren Zweck für am besten geeignet erachten.

 

Über 6000 Endgeräte sicher
eingebunden

Eine offene VMS-Plattform kann deshalb den größten Kundennutzen und das höchste Maß an Sicherheit garantieren. VMS-Programme wie beispielsweise „Milestone XProtect“ oder „XProtect Corporate“ unterstützen daher über 6000 unterschiedliche Gerätetypen. So lassen sich die Lösungen auch in Videoanalyse-Systeme sowie Software zur
Gesichts- oder Kennzeichenerkennung von Drittanbietern einbinden und mit Kameras unabhängiger Hersteller betreiben. Das ermöglicht es den Verwaltern von Gebäuden und Anlagen, Sicherheitslösungen zu erstellen, die genau zu ihren Bedürfnissen und ihrem Budget passen und sich jederzeit erweitern lassen. Es lassen sich zudem beliebig viele Kameras an unterschiedlichen Stand­orten mit einem zentralen Kontrollzentrum verbinden. Dies ist vor allem für die Betreiber von Anlagen und Gebäuden von Vorteil, die entweder sehr groß oder weit verstreut sind.

 

Personalkosten um ein Drittel
gesenkt

Mit Videomanagement-Software lassen sich Personalkosten erheblich einsparen und dennoch ein höchstes Sicherheits­niveau gewährleisten. Da kein Wachmann mehrere Hundert Kameras, die meist auf großen Liegenschaften bzw. Anlagen verteilt sind, im Blick behalten kann, schalten Sensoren, die einen Zwischenfall registrieren, die am nächsten an diesem positionierte Kamera automatisch auf einen Alarmmonitor im Kon­trollzentrum. Von dort aus kann das Sicherheitspersonal über ein Notfallsystem Alarme auslösen, oder über angeschlossene Lautsprecher Durchsagen machen und so Einfluss auf die Situation vor Ort nehmen. Eine nach Prioritäten geordnete Alarmliste gibt dabei immer dem jeweils schwerwiegendsten Zwischenfall den Vorrang. Dadurch kann das Wachpersonal auf die riskante Situation einwirken, noch bevor Schaden für Personen, Gebäude oder Anlagen entsteht. Mit der entsprechenden Softwarelösung können sich Mitarbeiter die Videos außerdem auf ihre Smartphones oder Ta­blets übertragen lassen und über die mobilen Geräte Kameras steuern. So können sie schneller und von überall aus in Situationen eingreifen.

Gebäude sicher machen mit Videomanagementsoftware (VMS):

Diese 9 Punkte helfen dabei

1) Immer auf dem aktuellen Stand der Technik sein: IP-fähige Kameras, Gesichtserkennung und Bewegungsmelder sind heutzutage
unabdingbar für die Sicherheit von Gebäuden, Vermögenswerten und prinzipiell allem, was schützenswert ist.

2) Eine offene Plattformtechnologie ist von Vorteil. So sind mehrere Geräte mit dem Überwachungssystem kompatibel, was nicht nur für mehr Flexibilität sondern auch zu einer erhöhten Sicherheit beiträgt.

3) Eine VMS ist individuell einsetzbar, egal ob im Einzelhandel, an Flughäfen oder im Bankwesen. Es lohnt sich, genau zu ermitteln, wo und zu welchem Zweck die VMS eingesetzt wird, um bestimmen zu können, wie viele Kameras nötig sind.

4) Ein Standort oder mehrere? Soll die Software für einen Standort konzipiert sein oder Zugriffspunkt für mehr Kameras sein, die über verschiedene Standorte verteilt sind?

5) Je nach VMS gibt es unterschiedliche Systemanforderungen an die eigene IT. Eventuell muss diese noch aufgerüstet werden,
damit die VMS funktioniert.

6) Vor der Anschaffung einer VMS muss überprüft werden, ob Soft- und Hardware – beispielsweise der Netzwerkvideorekorder –
miteinander kompatibel sind.

7) Immer alles im Blick: Der Zugriff auf Kamerabilder ist auch von unterwegs aus über das Handy möglich. Ein Client zur mobilen Nutzung der VMS ist einfach und praktisch zugleich.

8) Überwachungssysteme mit künstlicher Intelligenz optimieren: Eine KI-Lösung reguliert beispielsweise die Zimmertemperatur automatisch. Registriert sie, dass weniger Leute im Raum sind als noch vor ein paar Minuten, passt sie die Leistung der Heizkörper entsprechend an. So spart der Anwender Energie und Geld.

9) Aus aktuellem Anlass: Am 25. Mai 2018 wurde die EU Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) anwendbares Recht. Sich mit der neuen Rechtslage beim Thema Videoüberwachung auseinanderzusetzen sei allen Nutzern einer VMS dringend geraten.

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