Hotellerie-Konzepte in der Gesundheitswirtschaft
In Krankenhäusern und Kliniken wächst das Bestreben, Patienten mehr Serviceleistungen zu bieten, die auch gehobenen Hotelansprüchen genügen können. Die Konzepte und Beweggründe reichen von Mehrerlösen über Imageverbesserungen bis hin zu Ablaufoptimierungen. Über die Konvertierung bestehender Stationen durch bauliche Umfunktionierungen für Wahlleistungspatienten lassen sich Mehrerlöse erzielen. Hotelstationen oder Gästehäuser richten sich darüber hinaus an gehfähige low-care-Patienten, die aus unterschiedlichen Fachabteilungen zusammengefasst werden. Aber auch Patienten zur Vorsorge oder zur Nachbehandlung und deren Gäste können hier wohnen und übernachten.
Es handelt sich um Einrichtungen, die einen Hotelservice bieten, aber gleichzeitig in die Krankenhausprozesse eingebunden sind. Dabei gilt es auch, besondere Anforderungen an Architektur und Inneneinrichtung zu berücksichtigen. Das gestalterische Leitmotiv liegt auf Ambiente und Wohlfühlen. Dazu zählen zum Beispiel warme Farben, runde Formen, hochwertige Möbel und das richtige Lichtkonzept. In gleicher Weise müssen Anforderungen an Sicherheit
(z. B. höheres Bett, runde Kanten, Brandschutz) sowie an Hygiene und Praktikabilität (z. B. Auswahl der Materialien) erfüllt werden. Um dafür zu sorgen, dass individuelle Wünsche der Patienten erfüllt werden, sind zum Beispiel eine Rezeption, eine Lounge und ein Aufenthaltsraum ebenso einzuplanen wie gastronomische Angebote mit à la carte Gerichten. Neben der Einzelunterbringung in einem Zimmer mit angemessener Größe verfügen die Wahlleistungszimmer bzw. -suiten über deutlich hochwertigere Ausstattungsmerkmale. Dazu zählen z. B. Klimaanlage, Telekommunikations- und Multimediaeinrichtungen bis hin zu einem separaten Ess- und Wohnbereich.
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