Digitalisierung im Immobilienbetrieb

CAFM-Connect auf der BIM World MUNICH‘17

Der Verband für die Digitalisierung im Immobilienbetrieb, CAFM RING e.V. intensiviert sein Engagement für die Branche. Er erweitert das standardisierte Austauschformat digitaler Gebäudebetriebsdaten, CAFM-Connect, um anwenderspezifische BIM-Profile, öffnet sich für FM-Dienstleister und positioniert sich auf der BIM World MUNICH am 28. und 29. November 2017. Dort präsentiert er im Rahmen zweier Breakout Sessions aktuelle Themen zum „Digitalen Immobilienmanagement“ und zu „BIM und Recht!“ mit 16 Fachvorträgen. Auf dem vom RING initiierten „CAFM HUB“ zeigen ein Dutzend Aussteller, wie CAFM und BIM bereits in der Praxis den digitalen Gebäudebetrieb weiter optimieren.

CAFM-Connect ist das auf IFC-Standard basierende Austauschformat für relevante digitale Daten im Gebäudebetrieb für Flächen, technische Anlagen und Dokumente. Alleine in Deutschland wird das Format bereits in ca. 300 Unternehmen und Institutionen genutzt, um die Aufwände für den Datentransfer zu reduzieren und bessere Voraussetzungen für den Einsatz von BIM-Modellen und BIM-Methoden zu schaffen. In Kollaboration von CAFMHerstellern, FM-Beratern und FM-Dienstleistern entstehen auf dieser Basis jetzt sogenannte BIM-Profile – anwenderspezifische Teilstandards aus Sicht von Zielgruppen oder für Teilprozesse. „IFC ist international anerkannt, aber zugleich riesig und umfassend, aus Sicht einzelner Zielgruppen völlig überdimensioniert“, so Dennis Diekmann, Leiter Implementierung CAFM-Connect im RING. „Daher begeben wir uns daran, sukzessive einzelne Anwendungsfälle zu definieren und zu katalogisieren. Das sind dann etwa FM-Dienstleister oder Krankenhäuser. Und das sind dann Prozesse wie Gewährleistungs- und Reinigungsmanagement, Verkehrssicherung oder Dokumententransfer“. In der Branche bestehe ein großes Interesse, daran mitzuwirken. Und so habe sich der RING entschieden, das Spektrum seiner Mitglieder zu erweitern, die Aufnahmekriterien zu variieren und die Aufnahmegebühren herabzusetzen.

„IFC ist gewissermaßen die Autobahn, und CAFM-Connect ist der standardisierte Container für die unterschiedlichsten Vehikel, die da unterwegs sind“, führt Klaus Aengenvoort, Vorsitzender vom RING und mitverantwortlich für den digitalen Datenaustausch im building SMART, bei Planen. Bauen 4.0, beim VDI und beim CEN aus. „Wir intensivieren jetzt die Abstimmungen mit den weiteren relevanten Verbänden, um den Verantwortlichen im Gebäudebetrieb eine bessere Sicherheit für ihr digitales Datenmanagement und deren Austausch zu gewährleisten. Dazu hatten wir den BIM Roundtable mit deren verantwortlichen Repräsentanten zum Abgleich initiiert“, so Klaus Aengenvoort. Zugleich mache der RING das CAFM-Connect nun noch attraktiver: „Auf der BIM World MUNICH zeigen wir auf, wie wir künftig neben IFC auch den Bogen zum zweiten verbreiteten Standard, zu COBie, spannen. Die BIM-Profile und die CAFM-Connect Zertifizierungen sind künftig zwar nur noch für Mitglieder kostenfrei, jedoch bleibt der Editor, das IT-Tool als Download weiterhin für alle Markteilnehmer kostenfrei.“

Die BIM World MUNICH gestaltet der RING als ihr Kooperationspartner auch im zweiten Jahr wieder mit. So haben Dr. Uwe Forgber, RING Beirat, und Klaus Aengenvoort sowie Jan Schipper, ebenfalls RING Vorstand, mit Jörg Schielein, Leiter AK Recht in der GEFMA zwei Breakout Sessions mit 16 Vorträgen rund um die Themen „Digitales Immobilienmanagement“ und „BIM und Recht“ initiiert. Ein Dutzend Aussteller werden sich rund um den „CAFM-HUB“ platzieren, an dem sie aufzeigen wollen, wie CAFM und BIM schon heute den Gebäudebetrieb optimieren - nicht akademisch oder in der Theorie, sondern praktisch und pragmatisch auf dem Weg der Transformation zur Digitalisierung des
Gebäudebetriebs und seiner technischen Anlagen.